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US-Armee will ab 2020 gepanzerte Roboterfahrzeuge testen

15.07.2019 | 15:43 Uhr | Michael Söldner

Mit aus der Ferne gesteuerten Panzerfahrzeugen will die US-Armee die Gefährdung für US-Soldaten minimieren.

Die US-Armee will im kommenden Jahr Tests mit einem neuen Robotic Combat Vehicle getauften Fahrzeug durchführen. Kampfhandlungen seien nicht geplant, stattdessen will die Armee mehrere Technologien testen und die Interaktion mit den Soldaten auf dem Schlachtfeld untersuchen. Als Grundlage für das Robotic Combat Vehicle dient der gepanzerte Truppentransporter M113. Gesteuert wird das Vehikel aus der Ferne über ein zweites Fahrzeug namens Mission Enabler Technologies-Demonstrators (MET-Ds). Das Kontrollfahrzeug ist mit Kameras und einem Geschützturm mit Fernsteuerung ausgestattet, den Soldaten per Touchscreen steuern können. Schon im März 2020 will die US-Armee mit zwei MET-Ds und vier RCVS ein Manöver durchführen. In einer nächsten Phase sollen Infanterie-Soldaten die RCVs im Mai 2020 in Europa testen. 

Schon seit Jahren arbeitet das US-Militär an gepanzerten Roboterfahrzeugen. Bislang wurden hierfür aber umfunktionierte Fahrzeuge verwendet, um die künftige Waffengattung zu simulieren. Dabei gehe es nicht primär um die Möglichkeiten der Fahrzeuge, sondern um die Steuerung durch Soldaten aus der Ferne. Die Soldaten bleiben bei derartigen Einsätzen ungefährdet, dank Kameras und Sensoren kann das Roboterfahrzeug das Schlachtfeld ausloten. Im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen könnten die Roboterfahrzeuge weniger stark gepanzert und dafür besser bewaffnet sein. Aus ethischer Sicht sind derartige Panzer mit Fernsteuerung jedoch höchst umstritten.

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