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UNO wirft Nordkorea 35 Hackerangriffe vor

13.08.2019 | 15:34 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die UNO hat offiziell Untersuchungen gegen Nordkorea eingeleitet. Dem Land werden 35 Hackerangriffe vorgeworfen.

Laut UNO-Experten soll Nordkorea durch 35 Hackerangriffe auf Länder weltweit insgesamt 2 Milliarden US-Dollar eingenommen haben, die dann in die Entwicklung von Atomwaffen flossen. Die UNO hat eine Untersuchung eingeleitet, wie unter anderem die Nachrichtenagentur AP meldet.

Ziel der Angriffe waren insgesamt 17 Länder. Indien wurde dabei in drei Fällen angegriffen. Der Bangladesch und China jeweils zwei Mal. Hinzu kamen einzelne Angriffe auf Länder wie Tunesien, Malta, Kuaweit, Liberia, Polen, Slowenien und Tunesien. Ziel aller Cyberangriffe sei es gewesen, Geldmittel zu beschaffen.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dann hätte Nordkorea gegen die von der UNO verhängten Sanktionen verstoßen und diese könnten dann nochmal verschärft werden. Die Hackerattacken erfolgte in drei Varianten: Unter anderem wurde das SWIFT-System angegriffen, mit dem Banken untereinander Geld transferieren. Mit anderen Angriffen wurden Kryptowährungen gestohlen oder durch die Angriffe Rechner missbraucht, nach Kryptowährungen zu schürfen.

Vorwürfe gibt es auch gegen Vietnam: Über Vietnam soll Nordkorea sowohl Öl als auch Luxus-Güter importiert haben, wodurch ebenfalls gegen die Sanktionen verstoßen wurde. Unter anderem landeten so Mayback-Luxusfahrzeuge von Mercedes in Nordkorea. Hinzu kommt der Verdacht, dass Nordkorea illegal Waffen in Krisenregionen geliefert haben könnte.

Nordkoreanische Hacker sollen auch vier Mal die Kryptowährung-Börse Bithumb im Nachbarland Südkorea angegriffen haben. Die ersten beiden Angriffe brachten nur insgesamt 7 Millionen US-Dollar ein. Bei der Attacke im Juni 2018 wurden 31 Millionen US-Dollar und dann im März 2019 bis zu 20 Millionen US-Dollar entwendet.

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