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Tyrannosaurus Rex kann auf Ebay ersteigert werden

18.04.2019 | 14:42 Uhr | René Resch

Auf Ebay wird für einen Millionen-Betrag derzeit das Fossil eines T-Rex versteigert. Forscher sind jedoch strikt dagegen.

Derzeit wird auf Ebay für einen Millionenbetrag ein Skelett eines Tyrannosaurus Rex versteigert. Für 2,95 Millionen US-Dollar kann man das Fossil des Urzeit-Sauriers erstehen, und wer will, kann sich die Überreste des Königs der Urzeit ins eigene Haus stellen. Forscher sind von der Auktion jedoch überhaupt nicht begeistert.

In der Beschreibung auf Ebay steht, dass es sich „sehr wahrscheinlich um den einzigen Baby-T-Rex der Welt“ handelt. Zum Zeitpunkt seines Todes soll der T-Rex wohl erst vier Jahre alt gewesen sein. Die Länge des Skeletts beträgt rund viereinhalb Meter. Die Einzelteile des Schädels sind von einem Wissenschaftler untersucht und professionell rekonstruiert worden, viele Knochen seien aber noch nicht identifiziert, schrieben die Verkäufer in ihr Angebot.

Laut einem Bericht des Magazins „Science“ wurde das Fossil bereits 2013 auf einem Privatgrundstück im US-Bundesstaat Montana gefunden. Entdeckt wurde es von dem professionellen Fossiliensammler Alan Detrich. Das „Son of Sampsons“ genannte Skelett wurde dann zuerst als Leihgabe dem Natural History Museum gegeben und wurde ab 2017 dort auch ausgestellt. Danach entschloss sich der Fossiliensammler jedoch zum Verkauf.

Paläontologen fürchten Verlust für die Forschung

Forscher protestieren nun gegen den Verkauf. Das Tier sei noch nicht ausreichend untersucht worden, entgegen den Angaben von Detrich. Zudem befürchten die Forscher, mit einem Verkauf könnte es komplett aus der Reichweite der Forschung geraten, so hieß es in einem offenen Brief, den US-Paläontologen kürzlich veröffentlichten: „Die Aktion untergrabe den wissenschaftlichen Forschungsprozess und mache es zukünftigen Generationen schwer, das Naturerbe unseres Planeten anzusehen“.

Zudem wird kritisiert, dass mit der Ausstellung des Fundes im Museum die Plattform quasi als Werbefläche missbraucht wurde: „Die Ausstellung hat hunderte oder tausende von Besuchern auf das Fossil aufmerksam gemacht und so den kommerziellen Wert möglicherweise erhöht“, hieß es. Gegen diese Anschuldigungen hat sich das Museum allerdings inzwischen verteidigt. Laut der Mitteilung von Leonard Krishtalka, dem Museums-Direktor, habe man nichts von den Verkaufsplänen gewusst und würde sie nicht unterstützen. Das Skelett sei inzwischen an den Besitzer zurückgegeben worden.

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