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Twitter blendet Trump-Tweet aus - er sei irreführend

24.08.2020 | 09:59 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Twitter blendet erneut einen Tweet des US-Präsidenten Trump aus. Die Begründung: Der Tweet sei irreführend.

Twitter hat in der Nacht zum Montag erneut Maßnahmen gegen einen von Donald Trump verfassten Tweet ergriffen. Der betreffende Tweet des US-Präsidenten wird den Nutzern nur nach dem Anklicken eines Warnhinweises angezeigt. Twitter begründet die Maßnahme damit, dass der Inhalt des Tweets "irreführend" sei. Konkret heißt es in dem Warnhinweis von Twitter: "Dieser Tweet verstößt gegen die Twitter-Regeln zur Integrität von Staatsbürgertum und Wahlen. Twitter hat jedoch beschlossen, dass möglicherweise ein öffentliches Interesse daran besteht, diesen Tweet zugänglich zu lassen."

Erst nach einer Bestätigung des Warnhinweises kann der Trump-Tweet gelesen werden:

Twitter blendet weiteren Trump-Tweet aus
Vergrößern Twitter blendet weiteren Trump-Tweet aus

Der Inhalt des Tweets:

Und das steht in dem Trump-Tweet
Vergrößern Und das steht in dem Trump-Tweet

Der US-Präsident bezeichnet die Briefkästen als "eine Katastrophe für die Sicherheit der Wähler" und behauptet, sie seien "ein großer Betrug". Die Briefwahl würde es unter anderem ermöglichen, dass eine Person mehrmals wählen könne. "Außerdem, wer kontrolliert, ob sie in republikanischen oder demokratischen Gebieten platziert werden?", so Trump. In dem Tweet erklärt Trump außerdem, dass die Briefkästen nicht Covid-sicher seien.

Das Twitter Safety Team erklärt , dass der Trump-Tweet gegen die Richtlinien von Twitter zur staatsbürgerlichen Integrität verstoße und auch "irreführende gesundheitliche Behauptungen" enthalte, die Menschen möglicherweise von der Teilnahme an Wahlen abhalten könnten. Aufgrund des öffentlichen Interesses werde der Tweet aber nicht gelöscht, sondern lediglich mit einem Warnhinweis versehen. Zusätzlich gibt es aber weitere Einschränkungen: Der Tweet darf zwar inklusive des Twitter-Warnhinweises geteilt werden, aber es dürfen keine Likes vergeben werden und es werden keine Nutzerreaktionen unter dem Original-Tweet angezeigt.

Twitter hatte bereits im Mai einen Trump-Tweet ausgeblendet, weil er gegen die Regeln zur Gewaltverherrlichung verstieß.

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