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Twitter: Mit Strike-System gegen Fake News zu COVID-19-Impfstoffen

02.03.2021 | 16:20 Uhr | René Resch

Twitter wird zukünftig irreführende Informationen bezüglich des COVID-19-Impfstoffes kennzeichnen. Nutzer sammeln Stikes.

Die Social-Media-Plattform Twitter hat angekündigt, künftig irreführende Informationen bezüglich der COVID-19-Impfstoffe zu markieren. Die Markierungen werden dann Links zu relevanten Informationen aus offiziellen Stellen weiterleiten. Allerdings bleibt es dabei nicht: Nutzer, die die Fehlinformationen in den Umlauf gebracht haben, werden mit Stikes bestraft - Wiederholungstätern können gar ihren kompletten Account verlieren. Das hat Twitter auf seinem offiziellen Blog bekannt gegeben.

Die neuen Kennzeichnungen ähneln den Anti-Fehlinformations-Bannern von Facebook oder den Kennzeichnungen, die Twitter schon früh in der Pandemie einsetzte. Twitter hat dabei spezifische Kriterien für die Kennzeichnung in seiner COVID-19-Richtlinie für irreführende Informationen, aber im Allgemeinen zielt das Unternehmen auf fünf Kategorien von falschen oder irreführenden Informationen:

  • Fehlinformationen über die Natur des Virus

  • Fehlinformationen über die Wirksamkeit von Behandlungen und Präventivmaßnahmen

  • Fehlinformationen über Vorschriften, Einschränkungen und Ausnahmen in Verbindung mit Gesundheitshinweisen

  • Fehlinformationen über die Verbreitung des Virus und das Risiko einer Corona-Infektion oder des Todes

  • Irreführende Zugehörigkeiten (z. B. die Behauptung, ein Arzt oder ein Beamter des öffentlichen Gesundheitswesens zu sein)

5 Strikes zur permanenten Kontosperrung

Das führt dazu, dass der Nutzer, der die Information in den Umlauf gebracht hat, einen Strike auf seinem Konto sammelt. Ein Strike hat dabei erst mal keine Konsequenzen für den Nutzer. Ab dem Zweiten gibt es eine 12-stündige Account-Sperre, bei drei eine 12-stündige Kontosperrung und vier Strikes bedeuten eine 7-Tage-Kontosperre. Fünf oder mehr Strikes führen dann zu einer permanenten Kontosperrung.

Twitter nimmt sich darüber hinaus auch das Recht, einen Tweet  zu löschen, wenn es feststellen sollte, dass die Fehlinformation besonders gefährlich ist, weil sie die COVID-19-Behandlung infrage stellt und eine größere Verschwörung im Zusammenhang mit dem Virus suggeriert (z. B. die Idee, dass Impfstoffe Mikrochips zur Verfolgung von Menschen enthalten). Das kostet dann zwei Strikes.

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