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Twitch bannt "MontanaBlack" wegen sexistischem Verhalten

25.09.2020 | 16:31 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der erfolgreichste deutsche Twitch-Streamer "MontanaBlack" wurde 33 Tage von der Plattform gebannt. Der Grund.

In den letzten Tagen sorgten die Streams des bekannten und mit über 3 Millionen Twitch-Followern mit Abstand erfolgreichsten deutschen Live-Streamer "MontanaBlack" (bürgerlicher Name: Marcel Eris) für Aufruhr im Netz. Der Streamer befindet sich gerade in Malta im Urlaub und streamte unter anderem Real-Life-Videos, in denen er sich immer wieder abfällig gegenüber Frauen äußerte oder attraktive Frauen ungefragt filmte, wie ein Twitter-Nutzer beispielsweise in diesem Videomitschnitt dokumentierte.

Kritisiert wurde das Verhalten von "MontanaBlack" vor allem deshalb, weil er mit seiner Reichweite und seinem Zielpublikum auch eine Vorbildfunktion hat. Einige Fans verteidigten "MontanaBlack" dagegen und konnten und wollten kein Fehlverhalten erkennen.

Twitch hat jetzt die Notbremse gezogen und bestraft "MontanaBlack" für sein Verhalten. Wie der Streamer selbst in einem Twitter-Beitrag bestätigt, wurde er für 33 Tage von der Twitch-Plattform gebannt. Sein Kanal auf Twitch ist daher auch vorerst nicht mehr online.

Bereits am Donnerstag hatte sich "MontanaBlack" nach einem kritisierten Twitch-Stream per Tweet geäußert. In dem Stream hatte er vom Balkon seines Hotelzimmers aus eine Frau fotografiert und anzügliche Bemerkungen gemacht. Er habe es in dem Moment für "lustig" empfunden und nicht als Belästigung. Er müsse an seinem Verhalten arbeiten und sich in ähnlichen Situationen künftig anders verhalten.

Im Gegensatz zu einigen seiner Fans sieht "MontanaBlack" aber sein Fehlverhalten durchaus ein. Der 33-Tage-Bann, so MontanaBlack, sei "die Resonanz auf mein dummes und fragwürdiges Verhalten". Er respektiere und akzeptiere den Bann und sehe ein, dass er sich falsch verhalten habe.

An die Web-Gemeinde, die weiterhin über diesen Bann diskutiert, hat "MontanaBlack" in einem weiteren Tweet ebenfalls eine Botschaft: "Hört doch endlich auf, euch alle gegenseitig zu beleidigen und in endlos Diskussionen euer Leben auf Twitter zu verbringen. Gibt wichtigeres."

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