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Turbo-Festplatten: Quad SAS

05.03.2007 | 06:06 Uhr | Michael Schmelzle

Das schwächste Glied in aktuellen PCs ist meist die Festplatte. Nicht so bei der Höllenmaschine II: Sie vertraut auf superschnelle Server-Laufwerke, die die Punkt-zu-Punkt-Verbindung Serial Attached SCSI (SAS) nutzen. SAS ist der Nachfolger der parallelen SCSI-Schnittstelle und bietet eine theoretische Datentransferrate von bis zu 300 MB/s, die sich im Gegensatz zu SATA II in der Praxis mit Raid-Konfigurationen auch tatsächlich annähernd erreichen lässt.

Für die Höllenmaschine fiel unsere Wahl auf das Modell :5k.4.pdf:Seagate Cheetah 1::5K.4 ST31::46854SS mit 1::47 GB formatierter Kapazität. Preis pro Stück: knapp 650 Euro. Das 3,5-Zoll-Laufwerk rotiert mit 1::5.000 Umdrehungen pro Minute, der Datenpuffer beträgt 8 MB. Die durchschnittliche Zugriffszeit der Cheetah 1::5K.4 liegt laut Hersteller bei 2 Millisekunden. Damit wäre das Seagate-Laufwerk mehr als doppelt so fix wie die bisher schnellste von uns getestete SATA-Festplatte.

Die Seagate Cheetah 1::5K.4 ST31::46854SS besitzt vier Datenscheiben mit jeweils zwei Schreib-Lese-Köpfen. Die Zuverlässigkeit respektive MTBF (Mean Time Between Failures) der SAS-Laufwerke gibt Seagate mit 1::,4 Millionen Betriebsstunden an. Die Annualized Failure Rate (AFR), also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Laufwerk innerhalb eines Jahres ausfällt, liegt laut Hersteller bei 0,62 Prozent.

Noch mehr Tempo kitzeln wir aus der Cheetah 1::5K.4, indem wir gleich vier der SAS-Laufwerke mittels der PCI-X-Controller-Karte Adaptec 4800SAS/1::28 zu einem Raid-1::0-Verbund koppeln. Zwei Laufwerke fungieren dabei als Raid-0-Verbund: Dadurch lässt sich im Idealfall die Datentransferrate fast verdoppeln, da der SAS-Controller den Datenstrom in kleine Pakete zerlegt (striping), die er simultan auf das Plattenduo schreibt beziehungsweise davon liest. Um eine hundertprozentige Datensicherheit zu gewährleisten, arbeiten die beiden anderen SAS-Laufwerke im Raid-1::-Modus und spiegeln so den Datenbestand des Raid-0-Verbundes.

Umsonst gibt’s die Datensicherheit allerdings nicht: Durch den Raid-1::0-Verbund halbiert sich die nutzbare Kapazität des Laufwerk-Quartetts auf knapp 300 GB. Damit Systemprogramme und Applikationen möglichst verzögerungsfrei starten und arbeiten, haben wir die Betriebssysteme sowie alle Programme und Benchmarks auf der SAS-Partition installiert.

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