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Trumps-US-Steuerreform: Microsoft erleidet Milliarden-Verlust

01.02.2018 | 15:25 Uhr |

Die US-Steuerreform trifft Microsoft. Das Redmonder Unternehmen könnte aber auf lange Sicht von der Steuerreform profitieren.

Eine hohe Abschreibung durch die US-Steuerreform hat bei Microsoft für einen Milliardenverlust gesorgt. So verlor das Unternehmen aus Redmond im Geschäftsquartal bis Ende Dezember einen Betrag von 6,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet ca. 5,1 Milliarden Euro). Im Vorjahr konnte Microsoft noch einen Überschuss in gleicher Größenordnung feiern.

Trotz Verlust: Microsoft wird von der Steuerreform profitieren

Die neu eingeführte Steuerreform von US-Präsident Donald Trump verursachte eine Abschreibung von 13,8 Milliarden Dollar. Der Grund für die hohe Abschreibung liegt wohl an der Abgabe auf im Ausland geparktem Vermögen. Es handelt es sich bei der Abschreibung um eine Einmal-Belastung.

Der Bilanzeffekt schadet Microsoft nicht wirklich, im Gegenteil. Microsoft kann sich über die Zahlen durchaus freuen. So stieg der operative Gewinn um zehn Prozent auf satte 8,7 Milliarden US-Dollar. Auch das Tagesgeschäft läuft gut: Microsofts Erlöse legten um 12 Prozent auf 28,9 Milliarden US-Dollar zu. So übertrafen die Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten deutlich. Microsoft wird von Trumps Steuerreform auf lange Sicht wohl sogar profitieren.

Das meiste Wachstum konnte Microsoft im Cloud-Geschäft mit IT-Dienstleistern verbuchen. So gab es hier ein Umsatzplus von satten 56 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Auch die relativ neue Tochter Linkedin legte mit einem Anstieg um 20 Prozent deutlich zu.
Aufgrund der Zahlen sackte die Microsoft-Aktie kurzzeitig deutlich ab, drehte dann aber wieder ins Plus.

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