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Trump könnte News-Streamingdienst gründen

13.11.2020 | 15:38 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Einem Bericht zufolge, will der noch amtierende US-Präsident Trump einen eigenen Streaming-Dienst für Nachrichten gründen.

Die US-Politik-Nachrichtenseite Axios will aus zuverlässigen Quellen erfahren haben , dass US-Präsident Donald Trump die Gründung eines eigenen Nachrichtensenders plant. Demnach sei Trump äußerst verärgert darüber gewesen, dass der ihm ansonsten wohlgesonnene Nachrichtensender "Fox News" ziemlich früh den Demokraten Joe Biden zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl  erkoren hatte. Aus diesem Grund habe sich Trump laut engen Beratern dazu entschlossen, "Fox News" zu "vernichten", wie es heißt.

Weil die Gründung eines eigenen Nachrichten-Kabelsenders zu teuer und sehr zeitaufwendig sei, plane Trump daher die Gründung eines Nachrichtensenders, der sein Programm über das Internet an die Zuschauer streamt. Dieser könnte auch ziemlich bald starten, sobald Trump nicht mehr US-Präsident ist, also nach dem 20. Januar 2021.

Wahrscheinlich müssten die Trump-Fans für den Zugang eine monatliche Gebühr zahlen, die allerdings unter den 5,99 US-Dollar pro Monat liegen sollen, die üblicherweise die Zuschauer von "Fox News" zahlen. Trump sei außerdem bereit, viel Geld dafür zu investieren, um seinem Nachrichtensender zum Erfolg zu verhelfen. Verwiesen wird auch darauf, dass Trump aufgrund der beiden Präsidentschafts-Wahlkämpfe im Besitzer enorm vieler Kontaktdaten seiner Anhänger ist und damit auch entsprechend über Marketingmaßnahmen die Nutzer zu seinem Angebot locken könnte.

Seinen Ärger über Fox News hatte Trump in den letzten Tagen immer wieder geäußert. Erst am Donnerstag erneut über einen Tweet. In seinem Tweet verwies Trump, dass die Zuschauerzahlen bei Fox News tagsüber stark gesunken seien und er "sehr traurig" sei, dies mit ansehen zu müssen. "Fox News" habe vergessen, was den Kanal so erfolgreich gemacht habe. "Sie haben die goldene Gans vergessen. Der größte Unterschied zwischen der Wahl 2016 und 2020 war Fox News", so Trump.

Gerüchte darüber, dass Trump nach seiner Rolle als US-Präsident in das Mediengeschäft einsteigen könnte, gibt es bereits seit einiger Zeit. Trump steht mit der klassischen News-Branche auf dem Kriegsfuß und spricht gerne von "Fake News"-Sendern in diesem Zusammenhang.

Zumindest einen wichtigen Kanal zur Außenwelt könnte Trump nach dem 20. Januar 2021 schon mal verlieren. Wahrscheinlich wird sein populärer Twitter-Kanal dann nämlich dauerhaft gesperrt, wegen der massiven Verbreitung von falschen Informationen und dem mehrfachen Verstoß der bei Twitter geltenden Regeln. Aktuell schützt ihn nur sein Status als wichtiger Politiker vor einer solchen Sperre.

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