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Trotz Kartensperre: Diebe zahlen mit gestohlener Karte – so verhindern Sie das

16.05.2022 | 15:14 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Diebe können trotz Kartensperre noch mit einer gestohlenen Karte bezahlen. Um das zu verhindern, müssen Sie diese zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg warnt davor, dass Diebe auch mit einer bereits gesperrten Giro-Karte (ehemals als EC-Karte bezeichnet) kontaktlos noch bezahlen können. Und zwar noch viele Stunden nach der erfolgten Karten-Sperrung. Dieses Problem dürfte vielen Giro-Karten-Besitzern unbekannt sein.

Lassen Sie verlorene Karten immer sofort sperren …

Falls Sie Ihre Giro-Karte verlieren oder diese gestohlen wird, müssen Sie die Karte sofort sperren lassen. Entweder durch einen Anruf bei der Sperr-Notrufnummer oder durch einen Anruf bei Ihrer Bank. Wie das geht, lesen Sie in dem Artikel Geldkarte gestohlen: Das müssen Sie sofort tun! 

… doch das allein reicht nicht immer

Doch in einem konkreten Fall konnten die Diebe trotzdem noch kontaktlos für mehrere Hundert Euro Waren mit der bereits gesperrten Karte einkaufen, obwohl die Karten-Besitzerin ihre Karte bereits wenige Minuten nach dem Verlust hatte sperren lassen. Der Grund laut RBB: Es gibt manchmal eine Verzögerung bei der Datenweiterleitung im Banksystem. Entscheidend sei für eine erfolgreiche Unterbindung des kontaktlosen Bezahlens mit einer gesperrten Girokarte, "ob das Kassensystem der Handelsunternehmen online mit dem Sperrsystem verbunden ist oder ob die Sperrung alle 12 Stunden oder alle 24 Stunden im Rahmen eines Updates mitgeteilt wird." Ist letzteres der Fall, dann wird die Sperre nur mit der entsprechenden Verzögerung umgesetzt.

Einzige Möglichkeit, um dieses Restrisiko zu unterbinden: Der Karteninhaber lässt von vornherein das kontaktlose Zahlen ohne Pin bei der Bank sperren.

Lastschriftverfahren mit gestohlener Karte

Es gibt aber noch ein weiteres Problem: Mit einer gesperrten Girocard lässt sich immer noch das Lastschriftverfahren nutzen. Will man das unterbinden, muss man die Karte zusätzlich bei der Polizei sperren lassen. Das mach man mit dem Kuno-Sperrdienst. Erst durch diese Sperrung wird erreicht, dass großen Handelsketten eine Zahlung mit Unterschrift nicht mehr akzeptieren.

Zwar können der Verbraucher später den durch Unterschriftenbetrug entstandenen Schaden von dem jeweiligen Handelsunternehmen zurückfordern, das sei aber oft sehr aufwändig. Besser ist es also in jedem Fall dieses Problem von vornherein zu vermeiden.

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