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Transparenz unerwünscht?

08.04.2002 | 10:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Anscheinend lag Justbooks entgegen deren eigenen Aussage nicht allzu viel an Transparenz. Mit diesem Verhalten kann Justbooks aber durchaus der Branche schaden. Viele Internet-Nutzer können sich nun verstärkt dazu genötigt sehen, Fake-Mail-Accounts mit falschen Angaben einzurichten. Die Versender eines kostenpflichtigen Newsletters würden dann vermutlich öfters die Kosten für ihre Newsletter bei "Donald Duck" aus "Entenhausen" eintreiben müssen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Versender von Newslettern beziehungsweise Mails nicht sicher beweisen können, ob ihre Nachrichten die Empfänger auch tatsächlich erreichten. Wenn sich also ein Empfänger eines Newsletters auf "dumm stellt" und behauptet, den - kostenpflichtigen - Newsletter nicht erhalten zu haben, so können ihm die Versender nicht das Gegenteil beweisen. Der Empfänger muss dann auch nicht zahlen.

Um solchen Missverständnissen zu entgehen, sollten Sie besser jede Mail lesen, die von einer Adresse stammt, von der Sie etwas abonniert haben. Im Zweifelsfall sollten Sie immer klare Einstellungen bei Ihren Newsletter-Optionen vornehmen und Vertragsänderungen deutlich widersprechen.

Justbooks wurde im Oktober 2001 von Advance Book Exchange aufgekauft. Abebooks versteht sich als "der größte Marktplatz für antiquarische, vergriffene und gebrauchte Bücher weltweit." Sie können dort Ihre eigenen antiquarischen Bücher verkaufen oder nach bibliophilen Raritäten suchen.

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