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Toshiba baut keine Notebooks mehr

10.08.2020 | 10:54 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Toshiba baut keine Notebooks mehr. Der japanische Elektronikkonzern hat auch die letzten Reste seines Laptop-Geschäfts verkauft.

Die Toshiba Corporation verkaufte jetzt die Reste ihres Laptop-Geschäfts an den ebenfalls aus Japan kommenden Elektronikkonzern Sharp. Bereits im Juni 2018 hatte Toshiba 80,1 Prozent seines PC-Geschäftsbereichs an Sharp verkauft. Jetzt hat Sharp auch noch die verbliebenen Reste von 19,9 Prozent übernommen. Toshiba war also die letzten beiden Jahre nur noch Minderheitseigner seiner Laptop-Sparte. Sharp nennt den Geschäftsbereich seit der Übernahme der Aktienmehrheit "Dynabook" statt wie zuvor „Toshiba Client Solutions Co.“.

Damit endet ein 35 Jahre alter Geschäftsbereich von Toshiba, wie The Verge berichtet. Im Jahr 1985 baute Toshiba seinen ersten Laptop: den T1100. Der portable Rechner kostete damals rund 2000 US-Dollar. In den 1990ern und frühen 2000er-Jahren gehörte Toshiba zu den führenden Laptop-Herstellern und produzierte Notebooks auch in Deutschland und zwar im bayerischen Regensburg. Doch 2007 beendete Toshiba die Regensburger Laptop-Endmontage, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche seinerzeit berichtete.

Toshiba verlor immer weiter Marktanteile auf dem stark umkämpften Notebook-Markt: 2011 verkaufte Toshiba 17,7 Millionen mobile Rechner, 2017 waren es nur noch rund 1,4 Millionen. Toshiba beendete bereits 2016 das Geschäft mit Consumer-Notebooks und konzentriert sich auf Business-Notebooks: Toshiba produziert keine Consumer-Notebooks mehr.

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