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Teurer Spaß: Erste Preis-Infos zu Intel 10. Desktop-CPU-Generation Comet Lake-S

12.03.2020 | 18:24 Uhr | Michael Schmelzle

Im Internet sind die voraussichtlichen Preise für die Desktop-CPUs der Intel-Baureihe Core i-10000 aufgetaucht. Es wird teuer!

Im belgischen Online-Shop 2compute.net waren kurzfristig die vorraussichtlichen Startpreise von 17 Desktop-Prozessoren der CPU-Baureihe Intel Core i-10000 (Codename "Comet Lake-S") abrufbar. Es handelt sich zwar um sogenannte Tray-Ware, die im Gegensatz zu "Boxed"-CPUs ohne Hersteller-Garantie, aufwendige Verpackung und Zubehör wie etwa CPU-Kühler verkauft wird. Allerdings ist der Preisunterschied zwischen "Tray-" und "Boxed-CPUs" meist marginal. Zudem kassiert Belgien 21 Prozent Mehrwertsteuer, sodass wir die Nettopreise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer berechnet haben. Sollten die Preisinfos stimmen, will Intel die Core i-10000-CPUs deutlich teurer als die Vorgänger-Modelle Core i-9000 verkaufen. Hinsichtlich der AMD-Konkurrenz ist die Preisgestaltung - diplomatisch ausgedrückt - sehr mutig, wie der Vergleich einiger Modelle zeigt:

Das Spitzenmodell Intel Core i9-10900K soll 595 Euro kosten, während der Intel Core i9-9900K aktuell ab 530 Euro zu haben ist. Dafür gibt’s allerdings zwei CPU-Kerne zusätzlich und auch der Basis- und Boost-Takt ist mit 3,7 und 5,1 GHz 100 MHz höher! Einen Zehnkerner hat AMD nicht im Angebot, aber der AMD Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen und 3,8 sowie 4,6 GHz ist schon für 430 Euro zu haben.

Sind das die Startpreise für Intels 10. Desktop-CPU-Generation Comet Lake-S?
Vergrößern Sind das die Startpreise für Intels 10. Desktop-CPU-Generation Comet Lake-S?
© 2compute.net

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim für PC-Spieler interessanten Intel Core i7-10700K mit 8 Kernen und Taktraten von 3,8 bis 5 GHz für 454 Euro, also 90 Euro mehr als der Intel Core i7-9700K für aktuell 365 Euro. Für den Aufpreis gibt’s wieder 100 MHz mehr Takt und Hyperthreading - die 8 Kerne des 10700K können also 16 Threads gleichzeitig bearbeiten. Acht CPU-Kerne mit 16 Threads bekommen Sie bei AMD aber schon für knapp 290 Euro, allerdings liegt der Takt beim AMD Ryzen 7 3700X "nur" zwischen 3,6 bis 4,4 GHz.

Bei den Sechskern-CPUs muss sich der Intel Core i5-10600K für voraussichtlich 308 Euro mit dem Vorgänger Intel Core i5-9600K für derzeit rund 230 Euro messen. Zum Aufpreis von 80 Euro verdoppelt sich wieder die Anzahl der Threads von 6 auf 12. Zudem steigt der Basistakt von 3,7 auf 4,1 GHz und die Turbofrequenz von 4,6 auf 4,8 GHz. Als vergleichbarer AMD-Konkurrent kommt der AMD Ryzen 5 3600X in Frage, der ebenfalls mit 6 Kernen und 12 Threads rechnen kann und Taktraten von 3,8 bis 4,4 GHz liefert, aber nur 200 Euro kostet.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Spitzenmodelle unter den Quad-Core-CPUs. Hier sind die Preisunterschiede marginal. So soll der Intel Core i3-10320 mit einem Basis- und Turbotakt von 3,8 sowie 4,6 GHz circa 190 Euro kosten. Im Vergleich zum Vorgänger Intel Core i3-9320 ab 180 Euro gibt es wieder die doppelte Anzahl an Threads plus 100 MHz mehr Basistakt und 200 MHz mehr Turbotakt. Ebenfalls 180 Euro bezahlen Sie auch für den AMD Ryzen 5 3400G mit vier Kernen, 8 Threads und Taktraten von 3,7 bis 4,2 GHz.

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