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Test: Mobile AMD Ryzen 9 5980HS schlägt Intel deutlich

27.01.2021 | 14:39 Uhr | Sebastian Schenzinger,

AMDs Ryzen 5000 Mobilprozessoren sind eine konsequente Weiterentwicklung und basieren wie auch die Desktop-CPUs auf Zen 3. Das Hauptaugenmerk liegt auf der deutlich gesteigerten Single-Core Performance und einer verbesserten Energieeffizienz. Intel steht vor der Veröffentlichung von Tiger Lake H35 und H45 mehr unter Druck denn je.

Nach der Vorstellung der AMD Ryzen 5000 Mobil-CPUs auf der CES Anfang des Jahres, sind jetzt die ersten Notebooks mit den neuen mobilen Prozessoren auf Basis der Zen-3-Architektur erschienen.  Unsere Kollegen von PCWorld haben mit dem Asus ROG Flow X13 bereits die Möglichkeit erhalten, das erste Gerät mit AMDs Ryzen 9 5980HS auf Herz und Nieren zu testen. Selbst in einem 13"-Convertible, das nur 1,3 Kilogramm auf die Waage bringt, kann der neue Octa-Core von AMD die Konkurrenz deutlich schlagen, die zum Teil in doppelt so schweren Geräten sitzt.

Inhaltsverzeichnis:


Ryzen 5000 Mobile im Detail

Die Ryzen 5000 Mobilprozessoren unterscheiden sich in einem Punkt signifikant von der Desktop-Variante: Es handelt sich um ein monolithisches Chip-Design. Das bedeutet: alle Rechenkerne, der Cache und die Steuereinheiten sitzen in einem einzelnen Chip und sind nicht wie zum Beispiel beim Ryzen 9 5950X auf zwei CPU-Chiplets und ein I/O-Die verteilt. Kurz zusammengefasst bieten die Ryzen 5000 Mobilprozessoren eine leicht verbesserte integrierte Grafikeinheit, einen schnelleren Speichercontroller und Optimierungen beim Energie-Management. Wie auch bei den Desktop-Prozessoren ist TSMC für die Fertigung im 7nm-Verfahren zuständig. Das Pin-Design ist dabei identisch zum Vorgänger, den Ryzen 4000 CPUs.

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Zen 3 setzt im Gegensatz zu Zen 2 auf einen geteilten 16 MB großen L3-Cache
Vergrößern Zen 3 setzt im Gegensatz zu Zen 2 auf einen geteilten 16 MB großen L3-Cache
© AMD

Dennoch gibt es ein paar signifikante Unterschiede zwischen Ryzen 4000 auf Basis von Zen 2 und Ryzen 5000 mit der Zen-3-Architektur. So hat AMD die Anzahl der Kerne in einem Core Chiplet Die (CCD) von ehemals vier auf acht erhöht. Dadurch haben jetzt alle Rechenkerne direkten Zugriff auf den vollen geteilten L3-Cache. Dieser hat sich obendrein von 2x 4 MB auf 16 MB verdoppelt und ist damit nur halb so groß wie bei der Desktop-Variante. Mit diesen beiden Schritten behebt AMD den größten Flaschenhals von Zen 2, nämlich die Inter-Core-Kommunikation zwischen zwei Core-Komplexen. Auch die Rechenkerne selbst hat AMD überarbeitet, um die Energieeffizienz zu steigern und hier mit Intels Konkurrenz mithalten zu können sowie bei der Single-Core-Leistung einen Schritt nach vorne zu machen.

Das Testgerät: Ein ASUS ROG Flow X13 mit AMD Ryzen 9 5980HS und GeForce GTX 1650. Das Gerät bringt nur 1,3 Kilogramm auf die Wage und lässt sich auch mit einer RTX 3080 als eGPU betreiben.
Vergrößern Das Testgerät: Ein ASUS ROG Flow X13 mit AMD Ryzen 9 5980HS und GeForce GTX 1650. Das Gerät bringt nur 1,3 Kilogramm auf die Wage und lässt sich auch mit einer RTX 3080 als eGPU betreiben.


Spezifikationen des Testgeräts und der Konkurrenz

Für den PC-WORLD-Test des ersten Ryzen 5000 Mobilprozessores kam ein Asus ROG Flow X13 zum Einsatz. Das Gerät hat ein 13,4 Zoll mattes Touch-Display im 16:10 Format mit einer Auflösung von 3840 x 2400 Bildpunkten verbaut. Das Convertible mit 360 Grad Scharnier bringt gerade einmal 1,3 Kilogramm auf die Wage und verfügt über das sogenannte ASUS ROG XG Mobile Interface, über welches sich extern die NVIDIA GeForce RTX 3080 Notebook-GPU anschließen lässt. Im Notebook selbst sitzt der bereits genannte AMD Ryzen 9 5980HS Prozessor in der 35-Watt-Ausführung und eine GeForce GTX 1650 Max-Q GPU. Außerdem sind 32 GB LPDDR4X-4266 Arbeitsspeicher und eine 1 TB große M.2 PCIe SSD verbaut. 

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Die Konkurrenz setzt sich aus einem bunten Mix an Modellen mit Ryzen 4000H und Ryzen 4000U Prozessoren, sowie Intel U-CPUs aus der 11. Generation und Intel H-Prozessoren aus der 10. Generation zusammen:

  • MSI Prestige 14 Evo : 14 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, 60 Hz, Intel Core i7-1185G7, 16 GB LPDDR4x-4267, 512 GB M.2 PCIe 4.0, Intel Iris Xe Graphics, 1,29 Kilogramm

  • MSI Prestige 14 : 14 Zoll, 3840 x 2160 Pixel, 60 Hz, Intel Core i7-10710U, 16 GB LPDDR3-2133, 1 TB M.2 PCIe 3.0, Nvidia GeForce GTX 1650 Max-Q, 1,29 Kilogramm

  • Lenovo Yoga Slim 7 : 14 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, 60 Hz, AMD Ryzen 7 4800U, 16 GB LPDDR4X-4266, 512 GB M.2 PCIe 4.0, AMD Radeon Graphics, 1,33 Kilogramm

  • ASUS ROG Zephyrus G14 : 14 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, 60 Hz, AMD Ryzen 9 4900HS, 16 GB DDR4-3200, 1 TB M.2 PCIe 3,0, Nvidia GeForce RTX 2060 Max-Q, 1,70 Kilogramm

  • Acer Predator Triton 500 : 15,6 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, 300 Hz, Intel Core i7-10750H, 32 GB DDR3-3200, 1 TB M.2 PCIe 3.0, Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER, 2,20 Kilogramm

  • Gigabyte Aorus 17 : 17,3 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, 300 Hz, Intel Core i7-10870H, 32 GB DDR4-3200, 1 TB M.2 PCIe 3.0, Nvidia GeForce RTX 3080 Max-Q, 2,70 Kilogramm 

Beim Vergleich von Laptop-CPUs darf man eine ganz wichtige Sache nicht aus den Augen verlieren: das Gesamtpaket. Man kann nicht eine Mobil-CPU kaufen und sich das Gerät selbst konfigurieren wie bei einem Desktop-PC. Die Leistung des Prozessors steht also immer in direkter Abhängigkeit zur Wahl des Geräts, da die Leistung von dem Gewicht, dem Design und am meisten von der Kühlleistung des Laptops abhängt. 

Batterielaufzeit: TBD

Das ASUS ROG Flow X13 ist mit einem üppigen 62 Wh Akku ausgestattet, muss aber auch einen Bildschirm mit 4K+ Auflösung mit Leistung versorgen. In einem aufwendigen Test-Szenario kamen unseren US-Kollegen bei einem ersten Testdurchlauf auf eine Akkulaufzeit von guten 5 Stunden. AMD wiederum verspricht beim selben Test mit einem vergleichbaren Gerät eine Laufzeit von sechs Stunden, weshalb die Testergebnisse noch einmal verifiziert werden.  


Einordnung des AMD Ryzen 9 5980HS

Bevor wir zu den Testergebnisse kommen, möchten wir den Ryzen 9 5980HS noch kurz einordnen. Er bietet acht Kerne, 16 Threads und kann im Single-Core bis zu 4,8 GHz erreichen. Die TDP liegt bei 35 Watt und der Basistakt bei 3,0 GHz. Über dieser CPU ist nur noch der Ryzen 9 5980HX mit freigeschaltetem Multiplikator angesiedelt, bei welchem die Hersteller die Möglichkeit haben, die standardmäßige TDP von 45 Watt noch weiter nach oben hin anzupassen. Der Vorgänger in Form des Ryzen 9 4900HS erreichtebenfalls einen Basistakt von 3,0 GHz, liegt jedoch beim Boosttakt mit bis zu 4,3 GHz deutlich zurück. Zudem ist der L3-Cache mit 8 MB nur halb so groß. Direkter Gegenspieler ist bis zur Veröffentlichung der 11. Generation noch der Intel Core i7-10875H. Dieser hat einen Basistakt von 2,3 GHz und erreicht im Boost bis zu 5,1 GHz. Der Smart Cache ist ebenfalls 16 MB groß, die TDP liegt jedoch mit 45 Watt ein Stück höher.


Benchmarks: Performance des AMD Ryzen 9 5980HS

Rendering: Los geht es bei den Performance-Messungen mit dem Cinebench R20 und R23. Dabei handelt es sich um eine CPU-basierte 3D-Modellierung, die auch in der Cinema4D App und Produkten von Adobe zum Einsatz kommt. Im Cinebench R20 liegt der Ryzen 9 5980HS mit Default-Settings noch mit dem Ryzen 9 4900HS gleich auf, kann dann jedoch im Turbo-Mode um 14 Prozent davon ziehen. Intels Core i7-10870H im mehr als doppelt so schweren Aero 17 ist um 22 Prozent geschlagen. Allerdings muss man hier hinzufügen, dass Intel in Kürze einen 8-Kern-H-Prozessor aus Basis der 11. Generation veröffentlichen wird. Einen Hinweis auf die mögliche Performance gibt der Core i7-1185G7, bei dem es sich um einen Quad-Core mit einem TDP Bereich von 12 bis 28 Watt handelt. 

Im Cinebench R20 kann sich der Ryzen 9 5980HS nur im Turbo Mode vom Vorgänger absetzen.
Vergrößern Im Cinebench R20 kann sich der Ryzen 9 5980HS nur im Turbo Mode vom Vorgänger absetzen.

Der Cinebench R23 setzt auf die aktuelle Render-Engine von Maxon. Außerdem hat die benötigte Render-Zeit deutlich von zwei bis drei Minuten beim R20 auf über 10 Minuten beim R23 zugenommen. Durch die längere Testdauer spielt das Kühl-System des Laptops eine deutlich wichtigere Rolle, da Notebook-CPUs im Regelfall bei einer längeren Testdauer heruntertakten, um nicht zu überhitzen. Durch den längeren Testzeitraum kann sich der 5980HS bereits mit Default Settings um zwölf Prozent vom Vorgänger absetzen, im Turbo-Mode steigt der Vorsprung auf knapp 24 Prozent an. Der Intel Core i7-10870H liegt mit 33 Prozent zurück.

Der Cinebench R23 spielt dem Ryzen 9 5980HS auf Grund der längeren Testdauer in die Karten.
Vergrößern Der Cinebench R23 spielt dem Ryzen 9 5980HS auf Grund der längeren Testdauer in die Karten.

Nicht nur in den Multi-Core-Tests von Cinebench, sondern auch im Single-Core kann der Ryzen 9 5980HS auf ganzer Linie überzeugen. Mit einem Score von 601 Punkten im Turbo-Mode liegt er ganze 21 Prozent vor dem 4900HS und knapp vor dem Intel Core i7-1185G7 mit 590 Punkten, der bereits auf die Willow Cove Mikroarchitektur setzt. Noch beachtlicher ist, dass der 5980HS die Desktop-Prozessoren 10900K, 9900K und 3950X in dieser Disziplin schlagen kann und mit dem Ryzen 5 5600X gleich auf liegt.

Im Single-Core Test liefert der Ryzen 9 5980HS eine beeindruckende Performance ab und kann selbst Top-Modelle aus dem Desktop-Segment hinter sich lassen.
Vergrößern Im Single-Core Test liefert der Ryzen 9 5980HS eine beeindruckende Performance ab und kann selbst Top-Modelle aus dem Desktop-Segment hinter sich lassen.

Als nächster Test ist V-Ray Next der Chaos Group an der Reihe. Dabei handelt es sich um einen Raytracing-Renderer, der auch in Filmen wie Captain America: Civil War oder Dead Pool zum Einsatz kam. Erneut liegt der Ryzen 9 5980HS deutlich an der Spitze und erreicht im Turbo Mode einen Vorsprung von 20 Prozent auf den 4900HS. Intel kann mit dem Core i7-10870H mit einem Rückstand von knapp 13 Prozent hier noch verhältnismäßig gut mithalten. 

Auch im Raytracing-Renderer V-Ray Next dominiert der Ryzen 9 5980HS das Testfeld.
Vergrößern Auch im Raytracing-Renderer V-Ray Next dominiert der Ryzen 9 5980HS das Testfeld.

Der letzte Rendertest erfolgt im Corona Renderer für photorealistische Bilder. Wie jeder andere Renderer auch profitiert der Corona Renderer von vielen Rechenkernen. Bereits im Default Mode liegt der Ryzen 9 5980HS um knapp 14 Prozent vor seinem Vorgänger, im Turbo Mode wächst der Vorsprung auf 21 Prozent an. Auch in diesem Test muss sich Intel - zumindest bis zur Veröffentlichung der neuen Prozessoren - mit einem Rückstand von elf Prozent geschlagen geben.

Im Corona Renderer ist der Vorsprung auf Intels i7-10870H am kleinsten, aber mit elf Prozent immer noch deutlich.
Vergrößern Im Corona Renderer ist der Vorsprung auf Intels i7-10870H am kleinsten, aber mit elf Prozent immer noch deutlich.

Datenkomprimierung:  Nach den 3D-Rendering-Tests geht es weiter an die Datenkomprimierung. Im beliebten Tool 7-Zip in der Version 19.00 gibt es einen integrierten Benchmark, den Sie also ganz einfach nachstellen können. Im Single-Core Test beansprucht 7-Zip unterschiedliche Teile der CPU und des Speichercontrollers. Hier kommt dem Ryzen 9 5980HS der LPDDR4X-4266 Arbeitsspeicher deutlich zu Gute. Auch von der Erhöhung der Kernanzahl von vier auf acht pro Core Complex und dem geteilten L3-Cache kann der neue Octa-Core profitieren. Der Ryzen 9 4900HS liegt aus diesen Gründen deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz. Der Ryzen 9 5980HS wiederum kann es auch mit Intels Prozessoren aufnehmen und liegt knapp an der Spitze. 

Bei der Datenkomprimierung auf einem Kern liegt der Ryzen 9 5980HS knapp vor der Konkurrenz von Intel-
Vergrößern Bei der Datenkomprimierung auf einem Kern liegt der Ryzen 9 5980HS knapp vor der Konkurrenz von Intel-

Nach dem Single-Core Test folgt die Auslastung aller Rechenkerne. Auch hier fällt der Ryzen 9 4900HS wieder überraschend weit zurück. Eine Wiederholung des Tests sowie eine Aktivierung des Turbo Modes brachte keine wesentlichen Verbesserungen. Der Ryzen 9 5980HS wiederum profitiert auch hier von den architektonischen Änderungen und dem schnelleren Arbeitsspeicher. Den Intel Core i7-10870H kann AMDs neuer Octa-Core um starke 20 Prozent hinter sich lassen.

Beim Multicore-Test von 7-Zip profitiert der Ryzen 9 5980HS vom geteilten L3-Cache und dem schnelleren Arbeitsspeicher.
Vergrößern Beim Multicore-Test von 7-Zip profitiert der Ryzen 9 5980HS vom geteilten L3-Cache und dem schnelleren Arbeitsspeicher.

Handbrake:  Als nächster Test steht die H.265 Transkodierung eines 1080p / 30 fps Videos mit dem Programm Handbrake in der Version 1.3.1 an. Der Test benötigt auf den Ryzen Octa-Cores im Schnitt um die 20 Minuten, wobei sie allesamt an der Spitze vor dem Core i7-10870H stehen. Der Intel-Prozessor braucht für diesen Task knapp elf Prozent länger als der Ryzen 9 5980HS. Genauso groß fällt auch der Abstand zwischen dem Ryzen 9 4900HS und dem Ryzen 9 5980HS aus.

Bei der Videotranskodierung liegt der Ryzen 9 5980HS knapp elf Prozent vor Intels Konkurrenz und dem direkten Vorgänger.
Vergrößern Bei der Videotranskodierung liegt der Ryzen 9 5980HS knapp elf Prozent vor Intels Konkurrenz und dem direkten Vorgänger.

Office 365:  Für den Test von typischen Tasks in Office 365 Programmen wie Word, Excel, PowerPoint und Edge kommt der PCMark 10 zum Einsatz. Bei den detaillierten Testergebnissen zeigt sich, dass im Browser Edge CPUs mit vielen Rechenkernen im Vorteil sind. Außerdem schneiden die Laptops mit einer dedizierten Grafikeinheit im Schnitt besser ab. Durchschnittlich kann AMD hier einiges an Boden auf Intel gut machen, muss sich aber nach wie vor geschlagen geben. Dennoch zeigt sich, dass AMD auch bei Anwendungen mit geringer Auslastung aufholen kann.

Bei typischer Nutzung von Office 365 Apps hat Intel nach wie vor die Nase vorne.
Vergrößern Bei typischer Nutzung von Office 365 Apps hat Intel nach wie vor die Nase vorne.

Adobe Creative Cloud: Zum Abschluss erfolgen noch diverse Tests mit Programmen von Adobe, wofür der PugetBench zum Einsatz kommt. An dieser Stelle muss man hinzufügen, dass alle bisherigen Tests nahezu ausschließlich die CPU-Performance und die Kommunikationsgeschwindigkeit mit dem Arbeitsspeicher getestet haben. Die Adobe Anwendungen wiederum lasten den gesamten PC aus und profitieren zum Teil auch von schnelleren Grafikeinheiten. 

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Das zeigt sich auch gleich im ersten Test-Szenario mit Adobe Premiere. Hier liegt das Gigabyte Aorus 17 mit deutlichem Abstand an der Spitze. Zwar profitiert Adobe Premiere von einer schnellen CPU mit vielen Rechenkernen, aber eine potente GPU ist noch einmal deutlich wichtiger. Kombiniert mit der brandneuen RTX 3080 schneidet der Core i7-10870H aus diesem Grund hier deutlich am besten ab. Dass die CPU aber auch eine Rolle spielt, zeigt der Vergleich zwischen dem Acer Predator Triton 500 mit RTX 2080 Super und dem Asus ROG Zephyrus mit RTX 2060 Super. Obwohl die Grafikkarte in dem Asus Laptop deutlich langsamer ist, liegt das Gerät im Test Dank dem Ryzen 9 4900HS vor dem Acer Laptop mit dem Hexa-Core i7-10750H. Sogar das Asus Flow X13, in dem nur eine GTX 1650 Max-Q verbaut ist, liegt Dank dem Ryzen 9 5980HS nahezu gleich auf mit dem Acer Predator Triton 500.

Im PugetBench für Adobe Prmiere Pro spielt die Grafikkarte ein sehr große Rolle, nichtsdestotrotz liefert der Ryzen 9 5980HS eine starke Performance ab.
Vergrößern Im PugetBench für Adobe Prmiere Pro spielt die Grafikkarte ein sehr große Rolle, nichtsdestotrotz liefert der Ryzen 9 5980HS eine starke Performance ab.

Der nächste Test im PugetBench erfolgt mit Photoshop. Dieser Test hängt deutlich weniger von der Grafikeinheit ab, wobei der Hersteller 32 GB RAM empfiehlt. Hier spielt also ein energieeffizienter Prozessor mit einer hohen Taktrate eine deutlich wichtigere Rolle, wobei man die GPU nicht vollständig vernachlässigen darf. So oder so steht das Asus ROG Flow X13 mit dem Ryzen 9 5980HS an der Spitze der Testergebnisse.

Im Anwendungstest für Photoshop kann sich der Ryzen 9 5980HS wieder an die Spitze setzen.
Vergrößern Im Anwendungstest für Photoshop kann sich der Ryzen 9 5980HS wieder an die Spitze setzen.

Als Letztes testeten unsere amerikanischen Kollegen mittels PugetBench die Performance in Adobe Lightroom, um hunderte von RAW Dateien zu verarbeiten. Auch bei diesem Test spielt die GPU keine allzu große Rolle. Wohingegen die Ryzen 4000 Prozessoren ein gutes Stück zurückliegen, hat es AMD geschafft mit Zen 3 und Ryzen 5000 Intel Paroli bieten zu können.

Im PugetBench Test für LAdobe Lightroom gibt es quasi ein Unentschieden zwischen AMD und Intel.
Vergrößern Im PugetBench Test für LAdobe Lightroom gibt es quasi ein Unentschieden zwischen AMD und Intel.


Fazit: AMD Ryzen 5000 Mobile liefert beeindruckende Performance

Auch wenn der Ryzen 9 5980HS in einem extrem dünnen Testgerät mit einem Gewicht von gerade einmal 1,3 Kilogramm steckt, so liefert er doch eine beeindruckende Performance ab. Bereits die Ryzen 4000 Prozessoren haben eine überzeugende Multi-Core Performance geboten, aber gerade bei Anwendungen mit leichter Auslastung und im Single-Core Bereich das Nachsehen gehabt. In diesen beiden Bereichen hat AMD die Zen-3-CPUs deutlich optimiert. Liegt der Ryzen 9 5980HS im Schnitt zehn bis zwölf Prozent vor dem Ryzen 9 4900HS, so zeigt sich in Anwendungen, welche nur einen bis drei Threads beanspruchen, ein enormer Leistungssprung von über 25 Prozent.

Das spiegelt sich auch im direkten Vergleich zwischen dem Ryzen 9 5980HS und dem Intel Core i7-10870H wieder. So liegt der AMD Prozessor bei Single-Threaded-Anwendungen im Schnitt um 20 Prozent vor dem Konkurrenten und bei Multi-Core-Tests um 22 Prozent. Durch die gleichzetig verbesserte Energieeffizienz und die niedrigere Leistungsaufnahme im Vergleich zu den 14nm CPUs von Intel, ermöglichen die Ryzen 5000 Prozessoren deutlich leichtere und dünnere Geräte, ohne an Leistung signifikant einzubüßen.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren amerikanischen Kollegen der PCWorld unter dem Titel " Ryzen 5000 mobile review: AMD wins big in laptops ".

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