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Günstige Gaming-CPUs: Intel Core i5-10400F und Core i3-10100 im Test

24.06.2020 | 16:31 Uhr | Sebastian Schenzinger

Der Intel Core i5-10400F und der Core i3-10100 können sich von ihren Vorgängern in der Anwendungsleistung Dank Hyper-Threading klar absetzen. Beim Gaming liefern die beiden Prozessoren hohe FPS-Raten bei einer verhältnismäßig niedrigen Leistungsaufnahme und eignen sich gut für preisbewusste Gamer. Einziger Wermutstropfen ist die fehlende Möglichkeit zur Übertaktung.

Am 20. Mai veröffentlichte Intel mit Comet Lake-S seine 10. Core-i-Generation für die Consumer-Plattform. Das Flaggschiff, der Intel Core i9-10900K , erwies sich in unserem Test zwar als die derzeit schnellste Gaming-CPU, die Rechenleistung war jedoch mit einer relativ hohen Leistungsaufnahme teuer erkauft. Ein ganz anderes Bild zeigen die beiden Einsteigermodelle Intel Core i5-10400F und Intel Core i3-10100 , deren Leistung an die der einstigen Top-Modelle von 2017, den Core i7-8700K und den Core i7-7700K, heranreicht. Die Anwendungsleistung hat sich von der neunten auf die zehnte Generation bei den günstigeren Modellen Dank Hyper-Threading deutlich erhöht und die Spieleleistung ist Intel-typisch auf einem sehr guten Niveau. Auch die Preisgestaltung der beiden Modelle ist durchaus attraktiv, einzig die fehlende Möglichkeit zur Übertaktung ist den zwei Prozessoren negativ anzurechnen - und die AMD-Konkurrenz ist groß.

TEST-FAZIT: Intel Core i5-10400F & i3-10100

Der Intel Core i5-10400F richtet sich an den preisbewussten Gamer, der sich dennoch einen halbwegs zukunftssicheren PC konfigurieren möchte. Intel spendiert seit der 10. Generation nämlich auch den Einsteigermodellen Hyper-Threading, wodurch der Core i5-10400F auf zwölf virtuelle Cores zurückgreifen kann. Das sorgt vor allem im Anwendungsbereich für eine deutlich erhöhte Performance im Vergleich zur Vorgängergeneration. Für den direkten Konkurrenten AMD Ryzen 5 3600 reicht es aber nicht ganz.
Seine Stärken spielt der Prozessor dagegen in den Gaming-Tests aus. Hier kann der Core 5-10400F alle Zen-2-CPUs von AMD hinter sich lassen und im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem Core i5-9400F, ein Leistungsplus von vier bis fünf Prozent für sich verzeichnen. Durch einen aktuellen Straßenpreis von gut 160 Euro kann sich der Core i5-10400F im Preis-Leistungs-Vergleich sogar vor den Ryzen 5 3600 setzen. Die Leistungsaufnahme fällt beim Zocken zudem recht gering aus, wodurch die CPU angenehm kühl bleibt. Wenn Sie nicht in Betracht ziehen sollten, Ihre CPU manuell zu übertakten, dann ist der Core i5-10400F für einen günstigen Gaming-PC absolut empfehlenswert und aus unserer Sicht das interessanteste Modell der Comet Lake-S Prozessoren.

Der Intel Core i3-10100 weiß mit seinen Leistungsdaten und dem Preis durchaus zu überzeugen, hat allerdings einen etwas schweren Stand durch den erst kürzlich veröffentlichten Ryzen 3 3300X. In der Spieleleistung liegen die beiden Kontrahenten nahezu gleich auf, bei den Anwendungstests muss sich die Intel CPU dann allerdings geschlagen geben. Einen Pluspunkt kann der Core i3-10100 allerdings bei der Leistungsaufnahme für sich verzeichnen, die in allen Test-Szenarien sehr niedrig ausfällt.
Im Vergleich zum Vorgänger, dem Core i3-9100, stellt die neue CPU eine gute Weiterentwicklung dar. Dank Hyper-Threading steigt nicht nur die Anwendungsleistung, sondern auch die Performance in Spielen um im Schnitt 25 Prozent an. Gerade in Spielen, die von vielen Rechenkernen profitieren, zeigt sich der Unterschied zwischen einem Quad-Core mit Hyper-Threading und einem Vierkerner ohne Hyper-Threading deutlich.

Mainboards für die Comet Lake-S Prozessoren sind bereits ab 60 Euro mit dem Gigabyte H410M H erhältlich. Der H410-Chipsatz bietet allerdings nur zwei RAM-Slots, sechs PCIe-Lanes und kein USB 3.2 Gen2. Für diese Features müssen Sie zu einem Mainboard mit B460-Chipsatz greifen, das günstigste ist derzeit das  Gigabyte B460M DS3H ab 84 Euro. Und wenn Sie obendrein Ihren Arbeitsspeicher übertakten wollen, benötigen Sie zwingend ein Z490-Mainboard.

Pro:
+ Spieleleistung
+ Preis
+ Leistungsaufnahme

Contra:
- keine Übertaktungsmöglichkeit


Technische Spezifikationen im Detail

Intel ist mit der Veröffentlichung der 10. Core-i-Generation einen wichtigen Schritt gegangen und bietet nun auch bei den Einsteigermodellen Hyper-Threading an. Der Basistakt des Core i3-10100 und des Core i5-10400F bleibt im Vergleich zu ihren direkten Vorgängern unverändert, der Boost-Takt erhöht sich allerdings um 100 MHz respektive um 200 MHz. Durch die zusätzlichen Threads, den leicht erhöhten Takt und den attraktiven Preis ist es den beiden Prozessoren möglich, AMDs Einsteigermodelle unter Druck zu setzen. Der folgenden Tabelle können Sie alle wichtigen technischen Eigenschaften der CPUs entnehmen:

Produkt

Kerne / Threads

Basistakt (GHz)

Turbotakt (GHz)

L3-Cache (MB)  

Speichercontroller

Fertigung (nm)

TDP (W)

Preis (Stand 22.06.2020)

Intel Core i3-9100F

4 / 4

3,60

4,20

6

64 GB 2400 MHz

14++

65

70 €

Intel Core i3-10100

4 / 8

3,60

4,30

6

128 GB 2666 MHz

14++

65

130 €

AMD Ryzen 3 3300X

4 / 8

3,80

4,30

16

128 GB ECC 3200 MHz

7 CPU / 12 IO

65

129 €

Intel Core i5-9400F

6 / 6

2,90

4,10

9

128 GB 2666 MHz

14++

65

147 €

Intel Core i5-10400F

6 / 12

2,90

4,30

12

128 GB 2666 MHz

14++

65

161€

AMD Ryzen 5 3600

6 / 12

3,60

4,20

32

128 GB ECC 3200 MHz

7 CPU / 12 IO

65

166 €

Das "F" im Namen der Prozessoren weist darauf hin, dass die integrierte Grafikeinheit der CPU zwar physikalisch vorhanden, aber technisch deaktiviert ist. An der Leistungsfähigkeit ändert sich dadurch nichts, die Leistungsaufnahme kann jedoch geringfügig niedriger ausfallen. Der Vorteil der F-Version ist der niedrigere Preis, so lag der Core i5-10400 am 22.06.2020 bei mindestens 181 Euro, wohingegen der Core i5-10400F bereits ab 161 Euro erhältlich war. Wenn Sie also auf die iGPU verzichten können, dann sollten Sie zu den F-Modellen greifen.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die beste Hardware in jedem Preisbereich

Beim Kauf eines Intel Core i5-10400F können Sie übrigens zwei unterschiedliche Modelle erhalten. Intel setzt bei der Fertigung der Comet Lake-S Prozessoren auf zwei unterschiedliche Chips, einen mit bis zu zehn Kernen und einen mit bis zu sechs Kernen. Wenn der 10-Kern-Chip mit vier deaktivierten Cores zum Einsatz kommt, dann ist der Heatspreader auf dem CPU-Die verlötet. Beim nativen Hexa-Core verwendet Intel stattdessen Wärmeleitpaste. Beide Modelle haben einen Vorteil und einen Nachteil. Die verlötete Version kann die Wärme deutlich besser abführen, allerdings liegt die Leistungsaufnahme der CPU nicht so hoch, dass das auch nötig wäre - zudem lässt sich der Prozessor auch nicht übertakten. Der Nachteil wiederum ist, dass durch den teildeaktivierten Chip die Kommunikationszeit zwischen den Kernen etwas länger ausfällt als beim nativen Sechs-Kerner.

Wenn Sie herausfinden wollen, welche Variante Sie erhalten haben, können Sie dies ganz leicht mit einem  Programm wie AIDA64 oder HWiNFO auslesen. Bei einem nativen Hexa-Core geben die Tools als Stepping G1 aus, bei einem teildeaktivierten 10-Kerner stattdessen Q0. Alternativ können Sie die beiden Modelle auch am Spec-Code unterscheiden, welcher auf dem Heat-Spreader aufgedruckt ist. Bei "SRH79" handelt es sich um die verlötete Version, wogegen "SRH3D" für die Variante mit Wärmeleitpaste steht. Die Informationen zu den einzelnen Modellen können Sie auch in Intels eigener Datenbank ARK  unter dem Reiter "Ordering and Compliance" finden. Bei unserem Test-Modell handelt es sich um ein sogenanntes "Engineering Sample", welches dem nativen Hexa-Core entspricht.

Test nach Intels Power-Limits

Intel gibt die thermische Verlustleistung (TDP) des Core i5-10400F und des Core i3-10100 mit 65 Watt an. Dieser Wert entspricht im Bios des Mainboards  dem sogenannten Power-Limit-1 (PL1). Neben diesem ersten Wert gibt es aber noch ein Power-Limit-2 (PL2). Auf dieses Level darf die maximale Leistungsaufnahme der entsprechenden CPU über einen vordefinierten Zeitraum (Tau) ansteigen. Dieses Zeitfenster liegt bei beiden getesteten Prozessoren gemäß der Spezifikation von Intel bei 28 Sekunden, in denen der Core i5-10400F bis zu 134 Watt und der Core i3-10100 bis zu 90 Watt aufnehmen darf. In unseren Tests lag die maximale Leistungsaufnahme der Prozessoren weit unter diesen Werten, aber später mehr dazu.

Neue Test-Plattform - so prüft PC-WELT Prozessoren auf Herz und Nieren

Interessant ist dabei auf jeden Fall, dass sich viele Mainboard-Hersteller nicht an die Spezifikation von Intel halten. AsRock wirbt zum Beispiel ganz offen damit, dass die Comet Lake-S Prozessoren auf den hauseigenen Mainboards durch die Aufhebung der Power-Limits eine höhere Taktrate erreichen können. Wir haben dementsprechend das von Intel vorgegebene PL1, PL2 und Tau manuell im Bios des Mainboards ( ASUS ROG Maximus XII Extreme ) eingestellt. Der Arbeitsspeicher taktete im Test mit 3200 MHz. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Die Übertaktung des Arbeitsspeichers - manuell oder mit einem Extreme-Memory-Profile - ist nur auf einem Mainboard mit Z-Chipsatz möglich. Wenn Sie sich für eine Hauptplatine mit B460 oder H470 Chipsatz entscheiden, beläuft sich die maximal unterstütze RAM-Geschwindigkeit ja nach CPU-Modell auf 2666 MHz respektive auf 2933 MHz.

Intel Sockel 1200: Die Comet Lake-S Chipsätze Z490, H470 und B460 im Detail


Sehr hohe Spieleleistung fürs Geld

Die Spieleleistung des Core i5-10400F und des Core i3-10100 ist Intel-typisch auf einem sehr guten Niveau. Der Quad-Core kann je nach Spiel mit dem Sechskerner mithalten, wie zum Beispiel in Borderlands 3, Metro Exodus oder Red Dead Redemption 2. Es gibt aber auch bereits etliche Spiele, die von mehr als vier Kernen inklusive Hyperthreading profitieren. In solchen Games kann sich der Core i5-10400F um zehn bis 20 Prozent von seinem kleinen Bruder absetzen. Unsere detaillierten Messergebnisse können Sie am Ende des Artikels finden.

Dass ein Quad-Core ohne Hyper-Threading im Jahr 2020 nicht mehr wirklich zeitgemäß ist, zeigt der direkte Vergleich zwischen dem Core i3-9100(F) und dem Core i3-10100. Durch nur 100 MHz mehr Boost-Takt aber doppelt so viele Threads im Vergleich zu seinem Vorgänger kann sich der Core i3-10100 um 24 Prozent von diesem absetzen. Mit seinem direkten Konkurrenten, dem Ryzen 3 3300X, liefert sich der Intel Prozessor ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Spiel hat mal Intel und mal AMD die Nase vorne, im Schnitt muss man sich aber ganz knapp geschlagen geben. 

Der Core i5-10400F wiederum ist in der Lage alle Zen-2-CPUs von AMD auf ihre Plätze zu verweisen. Für einen Preis von guten 160 Euro ist das schon eine Ansage. Seinen direkten Konkurrenten, den Ryzen 5 3600, kann der neue Hexa-Core in Full-HD im Schnitt um sieben Prozent hinter sich lassen. Seinen direkten Vorgänger, den Core i5-9400F, kann er durchschnittlich immerhin mit knapp vier Prozent übertrumpfen. 

CPU-Benchmark 2020: Prozessoren im Vergleich-Test

Ein sehr interessanter Vergleich ist mit den alten Top-Modellen von 2017, dem Core i7-7700K und dem Core i7-8700K, möglich, die damals zum Marktstart beide um die 400 Euro gekostet haben. Hierfür haben wir extra unsere alten Messergebnisse aus dem Archiv gekramt. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Da wir die damaligen Tests mit einem anderen Test-System unter anderen Bedingungen durchgeführt haben, sind die Werte nicht zu 100 Prozent vergleichbar. Sie geben aber dennoch einen ganz guten Anhaltspunkt über die Entwicklung der Intel Prozessoren über die letzten drei Jahre. So kann der Core i3-10100 mit dem Core i7-7700K in den Spieletests in Full-HD nahezu mithalten und muss sich nur um gute drei Prozent geschlagen geben. Der Core i5-10400F wiederum erzielt nahezu die gleichen FPS-Werte wie der Core i7-8700K und ist nur um ein Prozent langsamer.


Anwendungsleistung im Überblick

Die Anwendungstests sind nach wie vor die von AMD beherrschte Domäne.
Vergrößern Die Anwendungstests sind nach wie vor die von AMD beherrschte Domäne.

Von dem hinzugefügten Support von Hyper-Threading profitieren die Core i3 und Core i5 Prozessoren der 10. Generation natürlich auch in den Anwendungstests. So rechnet der Core i3-10100 im Schnitt um 27 Prozent schneller als der Core i3-9100 in den Multithreading-Anwendungen. Auch die Single-Core-Leistung ist leicht angestiegen. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Vergleich zwischen dem Core i5-10400F und dem Core i5-9400(F). Auch hier ist der aktuelle Hexa-Core im Schnitt um 27 Prozent schneller als sein Vorgänger. Trotz dieser signifikanten Leistungssteigerung können es jedoch weder der Core i3-10100 noch der Core i5-10400F mit ihren direkten Konkurrenten von AMD aufnehmen. Diese haben nach wie vor die Nase um zehn Prozent (Ryzen 5 3600) respektive um 16 Prozent (Ryzen 3 3300X) vorne. Die einzelnen Messwerte können Sie am Ende des Artikels finden.

Auch hier möchten wir einen kurzen Vergleich mit den einstigen Top-Modellen von 2017 ziehen, der ähnlich ausfällt wie bei den Spieletests. So ist der Core i3-10100 nur um fünf Prozent langsamer als der Core i7-7700K und der Core i5-10400F um sechs Prozent langsamer als der Core i5-10400F.


Comet Lake-S kann auch energieeffizient

Sehr positiv überrascht hat uns die Leistungsaufnahme des Core i3-10100 und des Core i5-10400F. So ist der Hexa-Core beim Zocken im Schnitt um 4 Watt sparsamer geworden und liegt damit auch knapp vor seinem direkten Konkurrenten. Die maximale Leistungsaufnahme bei der Vollauslastung aller Rechenkerne (ohne AVX) liegt bei knapp 72 Watt und damit etwas höher als noch beim Vorgänger. Der PL2-Wert von stolzen 134 Watt, die theoretisch möglich sind, ist aber noch in ganz weiter Ferne. Der Core i3-10100 wiederum setzt in beiden Disziplinen einen neuen Bestwert und kann sich deutlich vor AMDs Ryzen 3 3300X einordnen.

Idle (W)

Idle (°C)

Full-HD YouTube (W)

Shadow of the Tomb Raider avg (W)

Shadow of the Tomb Raider max (W)

Shadow of the Tomb Raider (°C)

Cinebench R15 (W)

Cinebench R15 (°C)

Intel Core i3-10100

6,6

29

8,0

42,3

45,3

45

55,5

50

AMD Ryzen 3 3300X

15,9

32

25,5

49,4

67,2

64

74,5

70

Intel Core i5-9400

7,4

30

8,3

53,7

63,1

55

69,6

62

Intel Core i5-10400F

6,7

29

9,3

49,6

58,9

50

71,5

54

AMD Ryzen 5 3600X

14,5

32

24,2

51,4

67,2

64

82,3

68

Wie sparsam die Einsteigermodelle der 10. Core-i-Generation arbeiten zeigt sich vor allem im Idle oder beim Anschauen eines YouTube-Videos. Hier muss man allerdings dazu sagen, dass die Leistungsaufnahme vom Mainboard, den Bios-Einstellungen und den Energiesparmodus unter Windows abhängt. Beim X570-Chipsatz von AMD fällt die Leistungsaufnahme der Prozessoren generell etwas höher aus. Nichtsdestotrotz sind die Modelle von Intel sehr sparsam, was sich in den niedrigen Temperaturen wiederspiegelt. Leider lassen sich diese Temperaturen nicht in ein besseres Übertaktungspotential ummünzen, da Intel nur bei den K-Modellen eine Übertaktung zulässt.


Preisliche Einordnung und abschließende Worte

Die direkten Gegner des Intel Core i3-10100 (ab 130 Euro) und des Core i5-10400F (ab 161 Euro) lassen sich leicht identifizieren: der AMD Ryzen 3 3300X (ab 129 Euro) und der Ryzen 5 3600 (ab 166 Euro). Mit diesen beiden Konkurrenten liefern sich die Intel Prozessoren einen engen Schlagabtausch.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis hat der Core i5-10400F die Nase knapp vor dem Ryzen 5 3600, wohingegen sich der Core i3-10100 dem Ryzen 3 3300X leicht geschlagen geben muss.
Vergrößern Beim Preis-Leistungs-Verhältnis hat der Core i5-10400F die Nase knapp vor dem Ryzen 5 3600, wohingegen sich der Core i3-10100 dem Ryzen 3 3300X leicht geschlagen geben muss.

Der Intel Core i3-10100 liefert sich mit dem AMD Ryzen 3 3300X in den Spieletests ein Kopf-an-Kopf-Rennen und auch beim Preis nehmen sich die beiden Konkurrenten nichts. Den kleinen Vorsprung beim Preis-Leistungs-Verhältnis erkämpft sich der AMD Prozessor in den Anwendungstests. Für den Ryzen 3 3300X spricht außerdem die Tatsache, dass Sie die CPU übertakten können, um noch etwas an Mehrleistung herauszuholen. Der Intel Core i3-10100 punktet wiederum mit einer niedrigeren Leistungsaufnahme und besseren Temperaturen. Letztendlich müssen wir bei der Kaufentscheidung aber das Mainboard noch mit einbeziehen und hier sind die AMD B450 Platinen mit vier RAM-Steckplätzen aktuell günstiger als ein Intel Mainboard mit B460 Chipsatz.

Flotter RAM: So wichtig ist der Arbeitsspeicher-Takt für den Gaming-PC

Für den Intel Core i5-10400F spricht im Vergleich zum Ryzen 5 3600 die sieben Prozent höhere Spieleleistung, die niedrigere Leistungsaufnahme und das etwas bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. In den Anwendungstest hat er jedoch gegenüber dem Konkurrenten das Nachsehen und liegt mit zehn Prozent hinten. Wenn Sie zum Core i5-10400F greifen wollen, müssen Sie auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, dass Sie die CPU nicht manuell übertakten können. Und falls Sie einen Arbeitsspeicher mit Extreme-Memory-Profile verbauen wollen, benötigen Sie zwingend ein Z490-Mainboard, um den Arbeitsspeicher mit mehr als 2666 MHz takten lassen zu können.


Unsere Messwerte auf einen Blick

Im folgenden können Sie die verwendete Test-Hardware sowie all unsere Messwerte zum Core i3-10100 und dem Core i5-10400F inklusive der Konkurrenzmodelle finden. Los geht es mit den Spielebenchmarks [Bilder/s] in FHD, dann in QHD, und zuletzt schließlich den Ergebnissen in den Anwendungstests.

Testsystem

Mainboard

ASUS ROG Maximus XII Extreme (BIOS: 0403)

CPU

Intel Core i3-10100 & Intel Core i5-10400F

CPU-Kühler

be quiet! Dark Rock Pro 4

RAM

G.Skill Trident Z Royal gold 2x 8GB 3200 MHz CL14

System-SSD

Western Digital WD Black SN750 1TB

Daten-SSD

SanDisk Ultra 1TB

Netzteil

Seasonic Focus Plus Platinum 850W ATX 2.4

Benchtable

Lian Li PC-T70X ATX Test Bench

Lüfter

4x BeQuiet! Silent Wings 3

Betriebssystem

Windows 10 Pro 1909

Buildversion

18363.778

Treiberversion

441.20

Spieleleistung FHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 3 3100

69,2

90,3

65,5

143,2

99,3

137,8

86,0

85,0

108,3

126,7

Ryzen 3 3300X

75,8

100,9

75,4

173,5

119,6

161,1

96,6

88,0

124,8

136,5

Ryzen 5 3600X

78,6

101,1

84,2

171,1

120,5

160,5

89,2

89,9

130,3

145,4

Core i5-9400

75,7

107,4

84,4

174,8

130,6

169,2

96,8

94,3

132,7

137,9

Core i3-10100

76,5

99,0

73,3

164,7

122,8

145,3

98,5

92,5

128,3

131,5

Core i5-10400F

86,1

102,1

91,6

188,0

140,9

162,7

99,8

94,8

137,6

144,1

Core i5-10600K

82,0

109,3

98,7

194,0

147,0

178,3

104,3

94,0

145,5

149,6

Spieleleistung QHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 3 3100

61,5

75,6

65,0

140,4

88,1

134,6

78,0

71,7

100,9

97,0

Ryzen 3 3300X

64,4

78,2

74,9

147,2

112,3

149,4

80,3

71,8

109,8

97,8

Ryzen 5 3600X

68,3

78,7

83,9

149,1

113,3

148,9

72,1

66,7

113,4

110,0

Core i5-9400

73,1

81,4

81,9

138,7

112,6

155,5

78,8

76,4

113,3

106,4

Core i3-10100

64,0

79,9

71,7

159,8

113,8

140,5

82,8

74,0

111,2

100,2

Core i5-10400F

74,1

79,3

91,5

158,3

128,0

150,3

80,2

76,2

118,0

100,7

Core i5-10600K

72,1

81,4

92,1

158,0

130,2

162,6

83,3

75,6

118,6

102,6

Anwendungsleistung

7-Zip Benchmark (MIPS)

Blender Benchmark (min)

Cinebench R15 Single Core (cb)

Cinebench R15 Multi Core (cb)

Cinebench R20 Single Core (cb)

Cinebench R20 Multi Core (cb)

Handbrake (min)

Ryzen 3 3100

39447

34:30:10

179

1009

446

2328

63:24

Ryzen 3 3300X

44191

30:39:56

202

1113

501

2566

60:15

Ryzen 5 3600X

61434

21:19:91

204

1635

507

3739

40:34

Core i5-9400

37821

34:22:58

173

950

423

2318

60:03

Core i3-10100

34466

35:35:42

184

894

430

2186

67:32

Core i5-10400F

52312

24:07:19

186

1316

434

3197

45:52

Core i5-10600K

57275

21:28:09

207

1475

504

3618

41:19

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