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Test: Hitze macht 5G-Smartphones zu schaffen

19.07.2019 | 15:19 Uhr | Denise Bergert

Wie das Wall Street Journal bei einem Test herausfand, können 5G-Smartphones bei sommerlichen Temperaturen schnell überhitzen.

Das Wall Street Journal hat in einem aktuellen Test die Performance und Zuverlässigkeit von 5G-Smartphones unter die Lupe genommen. Dafür testete Redakteurin Joanna Stern Geräte mehrerer Hersteller bei sommerlichen Temperaturen in den USA. Hier wurde schnell klar: Viele 5G-Smartphones haben ein Hitzeproblem. Bei Sonnenschein und ab 28 Grad Außentemperatur überhitzen die Geräte laut Stern sehr schnell und schalten die 5G-Funktion ab. Bei 32 Grad waren laut dem Wall Street Journal in der Regel nur noch zwei 5G-Downloads möglich. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Smartphones dabei so heiß, dass sie die Nutzung des schnellen Mobilfunkstandards deaktivierten. Abhilfe kann nur eine zusätzliche Kühlung schaffen. Alternativ müssen Nutzer warten, bis sich das Gerät von allein soweit abgekühlt hat, dass 5G wieder nutzbar wird.

Angesprochen auf das Problem beim Galaxy S10 5G bestätigte eine Samsung-Sprecherin gegenüber dem Wall Street Journal, dass das Problem bekannt sei. Bei der Nutzung des 5G-Netzes überträgt das Mobilgerät mehr Daten mit höheren Geschwindigkeiten, wodurch der Prozessor mehr Energie verbraucht und wärmer wird. Samsung steuert hier gegen und regelt die Leistung des Smartphones beim Erreichen einer Grenztemperatur ab. Aber auch das funktioniert nur eine Weile, bis das Smartphone überhitzt. Für Abhilfe können langfristig nur die Weiterentwicklung der 5G-Technologie und des zugehörigen Ökosystems sorgen. Kurzfristig können Kühlakkus helfen, das Smartphone wieder auf Normaltemperatur zu bringen. Laut dem Wall Street Journal sei das 5G-Netz in den USA aktuell noch sehr dünn. Geschwindigkeitsvorteile würden sich zudem nur beim Download sehr großer Datenmengen bemerkbar machen.

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