2451347

Teslas Solarpanel: Brände bei Amazon und Walmart

27.08.2019 | 14:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Teslas Solarpanel sind offensichtlich brandgefährlich: Nach Walmart beklagt auch Amazon brennende Dächer.

Teslas Solarpanel brannten auch auf einem Gebäude von Amazon. Das meldet Bloomberg. Damit sieht sich Tesla jetzt mit Vorwürfen von zwei großen US-Unternehmen konfrontiert, die Teslas Solarpanel auf ihren Gebäuden installiert haben.

Laut dem Bericht brannte bereits im Juni 2018 das Dach eines Lagerhauses von Amazon in Kalifornien, auf dem Teslas Solarzellen aufgestellt waren. Amazon teilte Bloomberg mit, dass man Maßnahmen zum Schutz der Gebäude ergriffen habe und keine weiteren Tesla-Solarsysteme mehr installieren wolle.

Der Brand bei Amazon fällt in den gleichen Zeitraum wie die Brände bei Walmart. Letzte Woche wurde bekannt, dass Walmart Tesla wegen mehrerer Dachbrände auf seinen Gebäuden verklagt. Auch Walmart stoppte bereits damals den Einsatz von Teslas Solarpanel auf seinen Gebäuden. Walmart wirft Tesla unter anderem vor, dass die Solarpanel fehlerhaft verlegt wurden und deshalb auf mehr als einem halben Dutzend Walmart-Gebäuden Feuer fingen. Für das laut Bloomberg ohnehin nicht gut laufende Geschäft mit den Solarpanel ist der Verlust der beiden Großkunden Walmart und Amazon sowie die Klage von Walmart besonders ärgerlich.

Walmart und Tesla führen nun Gespräche darüber, wie sie ihre Probleme lösen und die Solarpanel sicher und zuverlässig betreiben können. Laut Walmart liegen die Solarpanel von Tesla auf 240 Walmart-Gebäuden. Walmart hatte seine Dachflächen an Tesla für dessen Solarpanel vermietet. Tesla blieb also Eigentümer der Dachpanel und war für deren Unterhalt verantwortlich. Bei Amazon sollen die Solarzellen dagegen nur auf ganz wenigen Gebäuden verbaut sein.

Tesla hatte 2016 für 2,6 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Solarcity gekauft, das die Solarpanel herstellt.

Wichtig: Nicht betroffen von den Bränden sind Teslas neuartige Solardachziegel. Anders als herkömmliche Solarzellen für Hausdächer unterscheiden sich Teslas neue Solarzellen optisch kaum von den gewohnten Dachziegeln. Die aus gehärtetem Glas gefertigten Solar-Dachziegel fallen also nicht ins Auge und stören somit nicht das Erscheinungsbild des Hauses. Der Kunde hat bei den Solarzellen die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Oberflächen: strukturiert, glatt, Toskana-Stil und Schiefer-Optik. Beim Einsatzzweck unterscheiden sich Teslas Solarzellen allerdings nicht von den gewohnten Solarzellen – sie dienen der Stromerzeugung.

In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels stand in Zusammenhang mit den Bränden Solardachziegel statt Solarpanel. Wir haben diesen Fehler korrigiert. Nur die älteren - klassischen - Solarpanel von Tesla (Solarcity) sind von den Bränden bei Walmart und Amazon betroffen.

Teslas erste Solarzellen sind in Betrieb – 30 Jahre Garantie

Teslas Solarziegel können für 930 Euro vorbestellt werden

PC-WELT Marktplatz

2451347