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Teslas neues Selbstfahr-Feature verursacht Chaos und Unfälle

01.10.2019 | 13:46 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Teslas neue Selbstfahr-Funktion Smart Summon führt zu Chaos, haarsträubenden Notbremsungen und Unfällen. Einige Beispiele.

Update 1.10.: Vor wenigen Tagen schaltete Tesla die neue Funktion Smart Summon (auf Deutsch: smartes Herbeirufen) im Rahmen des Software-Version-10-Updates frei (siehe unten). Damit fährt ein geparkter Tesla selbstständig nicht nur aus der Parklücke heraus (das ging auch schon bisher), sondern fährt sogar selbstständig ohne Fahrer hinter dem Lenkrad bis zu 61 Meter weit über die Straße oder um Hindernisse herum zu seinem Besitzer und überquert dabei sogar kreuzende Straßen oder fährt Kurven. Tesla betont, dass der Besitzer seinen Tesla während des Smart-Summon-Ein-und-Ausparkens immer per Sichtkontakt überwachen und gegebenenfalls per App stoppen muss.

Doch in den USA häufen sich laut The Verge die Berichte über das Chaos, dass Tesla-Fahrzeuge damit verursachen. Sie zwingen andere Autos zu Vollbremsungen und verursachten auch schon Blechschäden, wie beispielsweise in diesem Fall oder hier. Ein anderer Tesla rammte laut seinem Besitzer eine Garage. Besonders gruselig ist dieses Video: Ein SUV kann den Zusammenstoß mit einem autonom fahren Tesla nur durch eine Vollbremsung vermeiden. Update Ende

Ursprüngliche Meldung: Tesla liefert ab sofort weltweit ein lang erwartetes Software-Update für seine Fahrzeuge aus. Denn die Tesla Software Version 10.0 bringt unter anderem Youtube und Netflix ins Auto. Software Version 10.0 ist laut Tesla das bisher größte Software-Update überhaupt.

Youtube und Netflix im Tesla: Unter dem Titel Tesla Theater hat Tesla alle Neuerungen dieses Updates zusammengefasst, die dem Video-Empfang dienen. Denn mit Software Version 10 können Sie wie angekündigt auf den riesigen Touchscreens von Model S, Model X und Model 3 Netflix, Youtube und (in den USA) Hulu empfangen (in China lassen sich darüber hinaus iQiyi und Tencent Video anschauen). Das geht aus Sicherheitsgründen aber nur, wenn der Wagen steht. Diese Sicherheitsmaßnahme kennen wir ja schon von den Arcade-Games, die Tesla auf seinen Fahrzeugen installiert. Tesla will künftig noch weitere Streamingdienste integrieren. Außerdem bekommen alle Tesla-Kunden nun auf Ihrem Bildschirm Zugriff auf Teslas Tutorial-Videos.

Tesla fährt selbstständig zum Fahrer: Die jetzt für alle Tesla-Besitzer aktivierte Funktion Smart Summon ermöglicht es Tesla-Fahrern, die die Full Self-Driving Capability oder den Enhanced Autopilot freigeschaltet haben, ihr Auto in einen Parkplatz hineinfahren zu lassen und auch wieder selbstständig auszuparken und zum Besitzer hinzufahren. Das geht aber nur, so lange der Fahrer Sichtkontakt zu seinem Tesla hat. Bisher konnte der Tesla nur wenige Meter geradeaus in eine Parklücke hinein und wieder herausfahren, doch mit Smart Summon fährt er jetzt sogar fahrerlos um Kurven!

Die ebenfalls neue Karaoke-Funktion lässt Sie im Auto nach Herzenslust Lieder nachsingen. Dafür liefert Tesla eine Bibliothek mit Liedern und Liedtexten mit, wofür zahlreiche Sprachen unterstützt werden sollen. Die Texte werden zum Mitlesen auf dem Touchscreen angezeigt.

Mit den beiden neuen Funktionen I’m Feeling Lucky and I’m Feeling Hungry lotst Sie der Tesla zu einer Sehenswürdigkeit oder zu einem Restaurant in Ihrer Umgebung. Damit verbunden soll eine verbesserte Darstellung der Suchergebnisse innerhalb der auf Google Maps basierenden Navigation sein.

Die Verfügbarkeit von Spotify Premium wird für weitere Staaten ausgeweitet. Der Ximalaya Service für Podcasts und Audiobooks kommt außerdem in China dazu. Die Spielesammlung Tesla Arcade wiederum bekommt mit Cuphead einen Neuzugang. Grundsätzlich finden wir die Idee mit der Spielesammlung im Tesla zwar gut, die konkrete Spieleauswahl hat uns im Test aber nicht vom Hocker gerissen.

Für rund 64.000 Euro bekommt ihr im neuen Tesla Model 3 Performance jede Menge Technik-Schnickschnack. Und in unserem Test stellen wir schnell fest: Tesla nimmt sich selbst nicht allzu ernst und spendiert dem E-Auto jede Menge Features, über die man nur lachen kann: Blinker mit Furzgeräuschen, Videospiele oder ein Lagerfeuer für "romantische" Stunden auf der Autobahn. Was der Wagen noch so kann, erfahrt ihr in diesem Video.

► Hier geht's zum Test-Bericht:
www.pcwelt.de/produkte/Tesla-Model-3-im-Test-Irre-Beschleunigung-rasanter-15-Zoeller-und-always-online-10643706.html

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Für den Sentry Mode (der mit Hilfe der verbauten Dashcam den geparkten Tesla überwacht), gibt es eine kleine organisatorische Verbesserung: Die aufgezeichneten Videos werden auf dem eingesteckten USB-Stick in einem separaten Ordner gespeichert.
Diese und noch ein paar weitere kleine Verbesserungen stellt Tesla in seinem Changelog zu Tesla Software Version 10.0 vor.

Für den Alltagsnutzen wichtiger als Youtube oder Karaoke ist aber das schnelle Aufladen der Batterie des Teslas. Hier geht es ebenfalls voran, in Kanada stellt Tesla gerade 26 neue V3-Supercharger auf. Damit laden Sie einen Tesla Model 3 mit bis zu 250 kW auf. Damit können Sie Strom für 120 Kilometer Reichweite in fünf Minuten aufladen. Von diesen neuen V3-Superchargern in Kanada sowie einem V3 in Las Vegas und einem V3 in Fremont, wo sich die Tesla-Fabrik befindet, abgesehen, laden allerdings alle anderen Tesla-Supercharger derzeit noch langsamer. Beeindruckend ist allerdings die Zahl der weltweit verfügbaren Supercharger: 14.081 sind es derzeit an 1604 Stationen in 36 Ländern, wie The Verge schreibt.

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