Channel Header
2415874

Terroristen streamen Massaker via Go Pro auf Facebook

15.03.2019 | 10:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Drei Männer und eine Frau haben in Neuseeland mindestens 49 Menschen erschossen. Die Mörder filmten ihr Massaker mit einer Go Pro und streamten das Verbrechen live auf Facebook.

Drei Männer und eine Frau haben in zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch mindestens 49 Menschen erschossen. Die Mörder nahmen ihr Massaker mit einer Action-Cam vom Typ Go Pro auf und streamten das Verbrechen in Echtzeit auf einem Facebook-Account.

Facebook hat das besagte Nutzerkonto bereits gesperrt. Laut fr.news.yahoo.com ist das Video insgesamt 17 Minuten lang. Das Video soll zunächst den Attentäter mit dessen Auto zeigen. Man sieht, wie er bewaffnet und mit Munition aussteigt. Die Go Pro ist an seinem Körper befestigt. Man sieht dann, wie der Attentäter zur Moschee geht und sowohl außerhalb als auch innerhalb des gut gefüllten Gebetshauses auf die Gläubigen feuert. Das Video endet mit der Flucht des Attentäters. Während des Videos sagt der Attentäter: „Remember lads, subscribe to Pewdiepie“. Der bekannte Youtuber Pewdiepie war in der Vergangenheit durch antisemitische Äußerungen und Nazi-Sprüchen aufgefallen.

Die neuseeländische Polizei meldete das Video sofort Facebook. Eine Facebook-Vertreterin erklärte, dass sowohl das Facebook- als auch das Instagram-Konto sofort gesperrt wurden. Via Twitter bittet die neuseeländische Polizei dringend darum das Video nicht zu teilen.

Die Attentäter griffen während des Freitagsgebets die Al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch und eine Moschee im Vorort Linwood an. Nach aktuellem Kenntnisstand soll es sich bei den Attentätern um Rechtsextremisten handeln, von denen mindestens einer aus Australien kommt. Deshalb sind auch die australischen Sicherheitsbehörden in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Polizei erhöht fortlaufend die Zahl der Opfer, bei Redaktionsschluss ist von 49 Toten und 20 teils Schwerverletzten die Rede. Bis jetzt nahm die Polizei drei Männer und eine Frau fest. An deren Autos waren Sprengsätze befestigt.

 

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2415874