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Telekom: 539 Kommunen bei Funkloch-Jagd dabei

05.12.2019 | 09:52 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Bei der Telekom-Aktion "Wir jagen Funklöcher" haben sich 539 Kommunen um die Teilnahme beworben. Jetzt wird ausgelost.

Die Deutsche Telekom hatte im August die Aktion "Wir jagen Funklöcher" gestartet und Kommunen, die beim bisherigen Mobilfunk-Ausbau zu kurz gekommen sind, dazu aufgefordert, sich zu bewerben. Die Frist endete am 30. November und nun hat die Telekom ein erstes Ergebnis verkündet. Demnach gab es innerhalb der drei Monate exakt 539 Bewerbungen von Kommunen, die sich an der Funkloch-Jagd beteiligen wollen.

Die meisten Bewerbungen - über 250 - gingen während der letzten Woche der Bewerbungsphase ein. Einige Kommunen beteiligten sich sogar mit unterschiedlichen Ortsteilen, wodurch letztendlich die tatsächliche Anzahl der Bewerbungen sogar bei 624 lag. Mit 133 bewarben sich am häufigsten Kommunen aus Rheinland-Pfalz. Gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 95 Bewerbungen und Bayern mit 70 Anträgen.

Besonders schnell war laut der Telekom die hessische Kommune Liebenau mit dem Stadteil Zwergen, die sich im August bereits nach kaum mehr als 24 Stunden nach dem Start der  "Wir jagen Funklöcher"-Aktion bewarb. Die Bewerbung der brandenburgischen Kommune Temnitztal erreichte die Telekom dagegen am 30. November um 23:55 Uhr - also kurz vor Teilnahmeende.

"Wir haben sehr viel Begeisterung und Engagement der Bewerber-Kommunen gespürt. Wir haben ein Interesse und die Kommunen haben ein Interesse – und das Ergebnis ist: ein Funkloch weniger. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Pragmatismus zahlt sich aus. Jetzt ist es an uns, die Gewinner zu küren und dort schnellst möglich LTE in Betrieb zu nehmen", erklärt Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland.

Unter allen Teilnehmern der Aktion werden nun 50 Kommunen ausgewählt, bei denen die Funklöcher geschlossen werden. Die ersten LTE-Mobilfunkmästen sollen dort im 1. Quartal errichtet werden. Bis Ende 2020 sollen dann alle 50 Funklöcher geschlossen werden.

Bisher wurde seitens der Telekom bereits die Gemeinde Vielbach in Rheinland-Pfalz als Teilnehmer der Aktion ausgewählt. Hinzu kommen noch die folgenden 18 Gemeinden, bei denen noch als letzter formaler Schritt eine Unterschrift beim Mietvertrag für das Grundstück fehlt, auf dem der Mobilfunkstandort errichtet wird.

  • Abtsbessingen (Thüringen)

  • Beseritz (Mecklenburg-Vorpommern)

  • Breitscheid (Rheinland-Pfalz)

  • Dettelbach (Bayern)

  • Elz (Rheinland-Pfalz)

  • Engelthal (Bayern)

  • Grebenhain (Hessen)

  • Heilbad Heiligenstadt (Thüringen)

  • Hottenbach (Rheinland-Pfalz)

  • Lieg (Rheinland-Pfalz)

  • Milower Land (Brandenburg)

  • Neverin (Mecklenburg-Vorpommern)

  • Norken (Rheinland-Pfalz)

  • Osterfeld (Sachsen-Anhalt)

  • Plattenburg (Brandenburg)

  • Sonnenberg (Brandenburg)

  • Markt Simbach (Bayern)

  • Südharz (Sachsen-Anhalt)

In den kommenden Wochen werden dann auch die restlichen Gewinner der Aktion von Telekom-Experten ausgewählt bekannt gegeben.

Die Telekom weist auch darauf hin, dass die Aktion "Wir jagen Funklöcher" bei einigen Kommunen zusätzlich zu den 50 gebauten Mästen auch für eine Beschleunigung beim Mobilfunkausbau sorge. So erhalte beispielsweise die Gemeinde Sonnenberg im Rahmen der Aktion einen neuen LTE-Sendemast.

Unter allen geprüften Bewerbungen seien auch etwa 60 Gemeinden, bei denen ohnehin schon die Errichtung eines LTE-Funkmastes geplant gewesen ist und daher wurden diese Gemeinden auch nicht für den Wettbewerb zugelassen.

Konkret verpflichtet sich die Telekom bei ausgewählten Orten auf eigene Kosten eine "zeitgemäße Mobilfunk-Versorgung" mit LTE und GSM anzubieten. Diese Standorte werden dann auf eigene Kosten betrieben, wofür das Unternehmen eine marktgerechte Miete zahle, wie die Telekom erklärt. Die für den Mobilfunk-Standard-Ausbau notwendige Fläche muss die Kommune aber auch zur besagten marktgerechten Miete der Telekom anbieten und für eine Stromversorgung sorgen.

Außerdem werden bei dieser Aktion Gebiete ausgewählt, die bisher aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht mit Mobilfunk versorgt werden konnten, weil die Kosten hierfür zu hoch wären. Gemeinsam mit dem Engagement der Kommunen soll so ein neuer Weg geschaffen werden, die Funklöcher zu schließen.

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