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Telekom startet "Wir jagen Funklöcher"-Aktion

20.08.2019 | 15:01 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Telekom will Mobilfunklücken mit der "Wir jagen Funklöcher"-Aktion. Mitmachen können alle, es profitieren aber nur wenige.

Die Deutsche Telekom hat am Dienstag die Aktion "Wir jagen Funklöcher" gestartet und die dazugehörige Website findet sich auf telekom.com/wirjagenfunkloecher. Mit dieser Aktion, so die Telekom, wolle man neue Wege im Netz-Ausbau gehen. Sie richtet sich daher an Kommunen, die beim bisherigen Mobilfunk-Ausbau zu kurz gekommen sind.

Die Kommunen werden dazu aufgefordert sich bis zum 30. November 2019 zu melden, falls sich in ihrem Gebiet ein Funkloch befindet beziehungsweise keine LTE-Versorgung vorliegt. Es muss sich nicht die Kommune selbst melden, sondern es können auch Personen oder Gruppen sein, die in der Kommune leben. Ansprechpartner wird für die Telekom aber die Kommune.

Der "Knackpunkt" der Aktion: Letztendlich werden von der Telekom nur 50 Kommunen ausgewählt, in denen die Funklöcher geschlossen werden. Die Telekom betont allerdings in dem Zusammenhang, das es sich bei der "Wir jagen Funklöcher"-Aktion schließlich um einen Zusatz zum regulären Ausbau-Programm handle und erklärt: "Wir planen in den Jahren 2019 und 2020 über 4000 Mobilfunk-Standorte zu errichten. Außerdem geht es bei „Wir jagen Funklöcher“ nicht darum, Auszeichnungen oder Preise zu verteilen. Wir bringen wirklich Stahl aufs Dach und schalten einen Standort ein. Deshalb ist das Projekt sehr ambitioniert."

Tatsächlich verpflichtet sich die Telekom bei den 50 ausgewählten Orten auf eigene Kosten eine "zeitgemäße Mobilfunk-Versorgung" mit LTE und GSM anzubieten. Diese Standorte werden dann auf eigene Kosten betrieben, wofür das Unternehmen eine marktgerechte Miete zahle. Die für den Mobilfunk-Standard-Ausbau notwendige Fläche muss die Kommune dann zur besagten marktgerechten Miete der Telekom anbieten und für eine Stromversorgung sorgen.

Außerdem sollen mit dieser Aktion Gebiete ausgewählt werden, die bisher aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht mit Mobilfunk versorgt werden können, weil die Kosten hierfür zu hoch wären. Gemeinsam mit dem Engagment der Kommunen soll so ein neuer Weg geschaffen werden, die Funklöcher zu schließen. Sollte es bis Ende 2020 gelingen, 50 Funklöcher zu stopfen, dann will die Telekom die ganze Aktion als Erfolg einstufen.

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