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Telekom legt aktuelle Zahlen zur Cybersicherheit vor

22.05.2019 | 16:41 Uhr | Denise Bergert

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Angriffe auf Telekom-Honey-Pots im April 2019 fast verdreifacht.

Die Telekom hat in dieser Woche aktuelle Zahlen zur Cybersicherheit veröffentlicht . Um festzustellen, wie aktiv Hacker im Internet sind, legt der Konzern regelmäßig digitale Fallen – sogenannte Honey-Pots – im Internet aus. Sie sind vergleichbar mit Honigködern für Bären und geben dem Konzern einen Überblick über Hacker-Aktivitäten. Durch die Analyse der Attacken entwickelt die Telekom dann Sicherheitssysteme und Abwehrstrategien.

Anfang April 2019 konnte das Unternehmen bei rund 3.000 ausgelegten Honey-Pots stattliche 46 Millionen Angriffe täglich verzeichnen. Hochgerechnet auf den ganzen vergangenen Monat sind das rund 31 Millionen Angriffe pro Tag. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Im April 2018 zählte die Telekom durchschnittlich 12 Millionen Angriffe täglich, im April 2017 lag dieser Wert nur bei 4 Millionen. 51 Prozent der Angriffe zielten auf Schnittstellen für die Fernwartung von Computern, in 26 Prozent der Fälle wollten Angreifer die Kontrolle über einen fremden Rechner übernehmen. Sieben Prozent der Attacken hatten es auf Passwörter abgesehen und fünf Prozent galten Internetseiten. Von den mehreren Millionen Angriffen täglich waren etwa drei bis acht unbekannt. Mit der Honey-Pot-Taktik kann der Konzern so neue Hacker-Tricks lernen. Dieses Wissen fließt dann in Abwehrsysteme ein.

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