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Taktrate ist nicht alles

09.10.2001 | 14:24 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Das Pentium-Rating ist ein Rückgriff auf längst vergangene Zeiten. Als Intel mit dem Pentium 1 den Markt beherrschte, versuchte AMD, bei seinen Prozessoren durch Angabe der entsprechenden Taktrate eines vergleichbaren Pentium die Leistung seines Chips zu verdeutlichen.

Die Taktrate ist jedoch nicht allein für die Leistungsfähigkeit einer CPU ausschlaggebend, wie die Macintosh-Rechner von Apple schon seit Jahren beweisen. Auch viele Server-Prozessoren laufen mit niedrigeren Taktraten als Desktop-PCs. Die Gesamtarchitektur eines Prozessors entscheidet letztendlich über dessen Performance.

Der Endverbraucher, der vor der Kaufentscheidung "Athlon oder Intel?" steht, orientiert sich aber oft an der Taktrate. Dies will AMD mittelfristig ändern und das Augenmerk der Käufer weg von der Taktrate hin zur tatsächlichen Gesamtleistung eines Prozessors lenken. Dies soll durch neue Mess- und Vergleichsverfahren im Rahmen einer "True Performance Initiative" 2002 erreicht werden. Darin will AMD den "Megahertz-Mythos" entlarven.

Die Athlon-XP-Chips sollen gegenüber den Vorgängermodellen 20 Prozent weniger Strom verbrauchen und bessere Befehlssätze für Multimedia- und 3D-Darstellungen besitzen.

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