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Take-Two geht gegen GTA-3-Modder vor

06.09.2021 | 15:59 Uhr | Michael Söldner

Gegen per Reverse-Engineering erstellte Versionen von „GTA 3“ und „GTA Vice City“ geht der Publisher nun rechtlich vor.

Publisher Take-Two Interactive hat in den USA Klage gegen mehrere Modder eingereicht, die die beiden Rockstar-Spiele „Grand Theft Auto 3“ und „Grand Theft Auto Vice City“ per Reverse-Engineering auf Plattformen portiert haben, für die das Spiel nie erschienen ist. Mit „RE3“ und „REVC“ ließen sich die Open-World-Klassiker auf der Playstation Vita oder der Nintendo Switch spielen. Dazu musste der gesamte Spielcode mühsam per Reverse-Engineering nachgebaut werden. Zum Spielen ist jedoch eine käuflich erworbene Version des jeweiligen Spiels notwendig. Dennoch geht der Publisher nun in San Francisco mit einer Klage gegen die Modder vor.

Dabei gibt Take-Two an, dass der Endbenutzer-Lizenzvertrag gebrochen wurde. Reverse-Engineering sei demnach untersagt. Schon vor mehreren Monaten gelang es Take-Two den entsprechenden Code von der Plattform Github zu entfernen. Im Mai ging das Projekt jedoch wieder online. Insider vermuten, dass Take-Two Interactive gute Gründe hat, genau jetzt gegen die Macher der gemoddeten Versionen von „GTA 3“ und „GTA Vice City“ vorzugehen. Schon länger geistert eine Remastered-Trilogie mit „GTA 3“, „Vice City“ und „San Andreas“ durch die Gerüchteküche, die wohl auch für die Nintendo Switch veröffentlicht werden soll. In diesem Zusammenhang hat der Publisher wohl die Befürchtung, dass das Interesse an der Neuauflage durch die schon verfügbare Mod niedriger als erhofft ausfallen könnte. Ob Take-Two mit der Klage Erfolg haben wird, bleibt jedoch offen. Bei einer ausreichenden Dokumentation ist Reverse-Engineering durchaus rechtlich möglich. Zudem beschränkt sich die Klage vorerst nur auf die Vereinigten Staaten. Hierzulande könnte die Mod entsprechend weiter vertrieben werden.

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