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TV im Taschenformat

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

TV im Taschenformat

Eine neue Perspektive eröffnet der DVB-HStandard. Er soll Tagesschau und Champions League live aufs Handy bringen. Der Buchstabe H steht dabei nicht für Handy. Er bezieht sich allgemein auf Handhelds und digitale Assistenten (PDAs). Der Vorteil gegenüber DVB-T ist der geringere Stromverbrauch der Empfangsgeräte. Kombiniert wird das mit einer Kompressionstechnik, die auf der Bandbreite eines DVT-T-Kanals bis zu 30 DVBH- Programme überträgt. Möglich macht das die geringere Auflösung der Sendungen. Denn die Displays von PDAs und Smartphones können derzeit bestenfalls 640 x 480 Bildpunkte darstellen. Ein Rückkanal für interaktive Sendungen mittels Mobilfunktechnik ist bereits anvisiert. Zudem plant die Industrie spezielle Inhalte. Eine 1:1-Übernahme des normalen Fernsehprogramms soll es nicht geben. Wer will schon auf dem Mobiltelefon Ben Hur in voller Länge verfolgen? Erste Praxiserfahrungen sammelt die Industrie in Deutschland mit zwei Pilotprojekten in Berlin. Das passende Telefon hat Nokia mit dem 7710 gerade vorgestellt. Im Mai wollen T-Systems und Vodafone in Südbayern auf einem DVB-H-Kanal auf Sendung gehen, im Lauf des Jahres auch in anderen Regionen Deutschlands. Bereits jetzt bringt Vodafone per UMTS-Datenfunk TV-Inhalte auf das Handy. Fünf Kanäle mit Inhalten von Sendern wie RTL, MTV oder Pro7 warten auf Abruf. Die drei weiteren deutschen Netzbetreiber bieten ähnliche Inhalte. Mit einer anderen Form des mobilen Fernsehens überraschte gerade der österreichische Anbieter „3“: Via UMTS-Verbindung gelangt ein Live-Videostream zum mobilen Abnehmer. Zur Auswahl stehen momentan die beiden Sender Euronews und Fashion-TV.

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