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Surface: Bug drosselt CPU auf 400 Megahertz

16.08.2019 | 15:02 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Durch einen Firmware-Bug haben Besitzer einiger Surface-Modelle mit Leitungseinbußen zu kämpfen. Microsoft reagiert.

Einige Besitzer von Surface-Geräten klagen nach Firmware-Updates über eine stark verlangsamte CPU-Leistung. Betroffen sind Modelle des Surface Pro 6 und Surface Book 2. Die betroffenen Nutzer beklagen sich, dass die CPU plötzlich nur noch mit einer Geschwindigkeit von 400 Megahertz arbeitet, wie etwa diese Nutzer auf Reddit berichten .

Windows 10 mag genügsam sein, allerdings ist eine CPU-Leistung von nur 400 Megahertz im Jahr 2019 alles andere als ausreichend, um mit einem Rechner richtig arbeiten zu können. Schuld an dem Problem soll ein falsch gesetzter Intel-CPU-Flag sein: Durch den Befehl "BD PROCHOT" erhält die Intel-CPU das Signal, die CPU-Leistung auf 400 Megahertz zu senken, um eine Überhitzung des Systems zu verhindern. Das Signal wird nicht nur bei einer Überhitzung der CPU gesetzt, sondern wenn andere Komponenten in einem System drohen sich zu überhitzen und die Intel-CPU sich dann in einen Modus schaltet, der die Komponenten schonen soll.

Unklar ist derzeit, welche Hardware-Komponente der CPU diesen Befehl zur Senkung der Leistung sendet. Zumal auch nicht alle Besitzer der besagten Geräte betroffen sind, was die Fehlersuche erschwert. Ein Verdacht: Eine Anti-Virensoftware könnte schuld sein. Andere empfehlen das Surface-Gerät aus der Docking-Station zu entfernen.

Nach einigem hin und her bei der Fehlersuche hat sich Microsoft mittlerweile zu den Problemen geäußert. Gegenüber Techrepublic erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass man von den Beschwerden der Nutzer gehört habe, das Problem bereits untersuche und ein Firmware-Update ausliefern wolle, sobald eine Lösung vorliege.


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