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Sun hofft auf Domino-Effekt

12.06.2003 | 12:31 Uhr |

HP wird ab dem dritten Quartal 2003 alle seine Windows-Desktops und -Notebooks sowohl für Firmenkunden als auch für Privatanwender mit Java ausliefern; Dell macht die Sun-Technik zum Standard für Systeme mit Windows oder Linux als Betriebssystem (hier ist noch kein Termin bekannt). "Die erzielte Übereinkunft ist weitreichend", freute sich Java-Erfinder James Gosling: "Das ist eine enorme Chance". Apple liefert Mac OS X bereits seit geraumer Zeit mit integriertem J2SE aus, auch Red Hat und Lindows.com haben bereits Partnerschaften mit Sun.

Suns Softwarechef Jonathan Schwartz erwartet nun einen regelrechten "Dominoeffekt", infolgedessen noch zahlreiche weitere PC-Hersteller auf den Java-Zug aufspringen. Überbewerten sollte man die aktuellen Deals aber sicher nicht - die mangelnde Verbreitung von Java auf dem Desktop kann nicht allein an den Konflikten zwischen Sun und Microsoft liegen.

Andere Software, die nicht Bestandteil von Windows ist - man denke etwa den Shockwave-Player von Macromedia, den Real Player oder Quicktime - haben sich Nutzer auch immer installiert, wenn sie das Bedürfnis danach verspürten. "Ich habe nie von einem unserer Nutzer gehört, dass ihr Zögern gegenüber Java daran gelegen hätte, dass es nicht in ihrem Betriebssystem enthalten war", meint dann auch Analyst Nick Gall von der Meta Group.

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