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Studie: Uber und Co. verschlechtern Verkehr in Städten

08.08.2019 | 14:18 Uhr | Denise Bergert

Fahrdienste wie Uber tragen nicht wie von den Unternehmen propagiert, zur Entlastung des Straßenverkehrs in Städten bei.

Fahrdienste wie Uber oder Lyft werden von den Betreibern oft damit beworben, dass sie den Straßenverkehr in Städten entlasten. Anstatt ins eigene Auto zu steigen, werden Wege so kurzerhand mit einem Fahrer der Ridesharing-Dienste absolviert, der täglich mehrere Kunden von A nach B befördert. Dadurch sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs – so zumindest die bisherige Annahme.

Laut einer Studie der Mobilitäts-Berater Fehr & Peers, die von Lyft und Uber in Auftrag gegeben wurde, ist jedoch das Gegenteil der Fall. Die Experten haben im September 2018 in sechs US-amerikanischen Städten die Gesamtheit der von PKW gefahrenen Kilometer mit den Kilometern verglichen, die Uber- und Lyft-Fahrer zurückgelegt haben. Obwohl die Kilometer von privaten Autos und den Fahrzeugen von Unternehmen noch weit über den Ridesharing-Diensten liegen, zeichnen sie doch gerade im Stadtkern für einen signifikanten Verkehrsanteil verantwortlich. So legten Fahrdienstleister beispielsweise in der Innenstadt von San Francisco fast 14 Prozent der Gesamtkilometer zurück. In Boston waren es acht Prozent und in Washington DC 7,2 Prozent.

Die Zahlen der aktuellen Studie fallen doppelt so hoch aus, als bislang von Experten angenommen. Fahrdienstleister vermeiden also grundsätzlich keine Staus, sondern tragen in einigen Fällen gerade in Innenstädten möglicherweise zu deren Bildung bei. Die Studienautoren vermuten, dass das günstige Angebot der Fahrdienstleister Menschen dazu verleitet, noch mehr Wege mit Uber und Lyft zurückzulegen, die sie sonst zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt hätten. Lyft und Uber, die sich wohl eigentlich ein positiveres Studienergebnis erhofft hätten, reden die Ergebnisse klein. Sicherlich hätten Fahrdienste einen Anteil am Gesamtverkehrt, dieser sei jedoch im Vergleich zu den Privatfahrzeugen geradezu „zwergenhaft“, erklärt Uber in einem Blogbeitrag .

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