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Studie: Minecraft ist umweltschädlichstes Spiel

07.08.2020 | 17:01 Uhr | Denise Bergert

Laut einer aktuellen Studie der Stromversorger-Plattform Save on Energy ist Minecraft das umweltschädlichste Spiel.

Die Stromversorger-Plattform Save on Energy hat in einer aktuellen Studie untersucht, welche Konsolenspiele den größten CO2-Fußabdruck hinterlassen. Für seine Studie hat das Unternehmen die Verkaufszahlen unterschiedlicher Multiplattform-Spiele mit der durchschnittlichen Zeit kombiniert, die Spieler benötigen, um die Story-Kampagne des jeweiligen Titels durchzuspielen. In die Berechnungen fließt außerdem der durchschnittliche Stromverbrauch der unterschiedlichen Konsolen mit ein. Die Studie geht davon aus, dass der Großteil des für den Konsolenbetrieb benötigen Stroms aus nichterneuerbaren Energien stammt und rechnet diesen Umstand in den CO2-Fußabdruck der jeweiligen Spiele mit ein.

Damit wird Minecraft mit mehr als 200 Millionen verkauften Einheiten und den angesetzten 120 Stunden, die Nutzer angeblich benötigen, um es durchzuspielen, zum umweltschädlichsten Titel. Auf Platz 2 rangiert Grand Theft Auto IV mit 130 Millionen verkauften Einheiten und knapp 32 Stunden. Terraria landet auf dem dritten Platz mit über 30 Millionen Einheiten und knapp 93 Stunden.

Wirklich aussagekräftig und fundiert ist die Studie der Stromversorger-Plattform jedoch nicht. So betrachtet das Unternehmen die Call of Duty-Reihe als reine Singleplayer-Software, dass Spieler auch noch unzählige Stunden in den Mehrspieler-Modi zubringen, was ebenfalls Strom verbraucht, berücksichtigt die Studie nicht. Aus diesem Grund landet die Shooter-Serie auch nur auf den hinteren Rängen. Desweiteren berechnet Save on Energy eigenen Aussagen zufolge nur den Stromverbrauch der Konsolen-Versionen, zieht für die Berechnung jedoch die Gesamtverkaufszahlen - auch von den PC-, Smartphone- sowie Handheld-Versionen - heran. Die Studie mit dem schlagkräftigen Aufhänger sollte also differenziert betrachtet werden.

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