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Studie: Jugendliche leiden unter Cybermobbing

03.01.2022 | 15:25 Uhr | Denise Bergert

Laut einer aktuellen Barmer-Umfrage wurde bereits jeder siebte Jugendliche Opfer von Cybermobbing.

In der Sinus-Jugendstudie hat die Barmer Krankenkasse 2.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Cybermobbing befragt. 14 Prozent der Jugendlichen gaben dabei an, direkt von Cybermobbing betroffen gewesen zu sein. Fünf Prozent der Befragten gestanden ein, selbst Cybermobbing-Attacken ausgeführt zu haben. Ganze 43 Prozent hingegen, haben schon einmal Cybermobbing-Attacken auf Mitschüler oder Freunde beobachtet.

Mobbing-Attacken in den sozialen Medien

„Cybermobbing ist im Leben der Jugendlichen nach wie vor inakzeptabel weit verbreitet. Die Prävention muss intensiviert werden. Betroffene brauchen leichten Zugang zu Hilfe und vor allem Anlaufstellen, denen sie vertrauen können. Denn allein sind Mobbingattacken nur schwer zu bestehen,“ erklärt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Die Sinus-Studie der Barmer beleuchtet außerdem die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle, in denen Cybermobbing auftritt. Mit 59 Prozent am häufigsten wurden Attacken demnach im Messenger Whatsapp ausgeführt, gefolgt von Instagram mit 41 Prozent und Tiktok mit 26 Prozent. Die häufigste Taktik bei den Mobbing-Angriffen waren Beleidigungen mit 72 Prozent. Auch Gerüchte (56 Prozent) und der Ausschluss aus Gruppen sowie Belästigungen oder peinliche Videos wurden in der Umfrage häufig genannt.

Hilfe bei Eltern, der Polizei oder Internet-Angeboten

„Mütter und Väter, die besten Freundinnen und Freunde genießen in der schwierigen Lage, in die Betroffene durch das Mobbing geraten, das größte Vertrauen. Prinzipiell gibt es aber viele andere Anlaufstellen, die helfen können,“ so die Barmer. Als Beispiele nennt die Krankenkasse Lehrer, die Polizei, Selbsthilfegruppen oder Krisenchat.de .

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