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Studie: Games generell nicht schädlich für Kinder

26.04.2019 | 12:34 Uhr | René Resch

In einer Studie konnten Forscher beobachten, dass Games auf das Sozialverhalten von Kindern nur geringe Auswirkungen haben.

Forscher haben in einer neuen Studie beobachtet, dass Videospiele allem Anschein nach nur geringe Auswirkungen auf das Sozialverhalten von Kindern haben.

Wissenschaftler der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU), des St. Olvas-Spitals und der University of California haben dazu im Abstand von zwei Jahren Gruppen von sechsjährigen Kindern aus Norwegen in ihre Untersuchungen aufgenommen und jeweils sechs Jahre lang begleitet.

Insgesamt wurden so rund 873 Mädchen und Jungen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen beobachtet. Berücksichtigt wurde das Spielen auf allen Plattformen: Handys, Tablets, Konsolen und PCs. Weiterhin wurden Faktoren berücksichtigt wie der Body-Mass-Index, das Sozialverhalten und wie viel Zeit die Probanden mit Freunden verbrachten.

Sozialverhalten leidet nicht bei Jungen

Die Forscher kamen dabei zu dem Ergebnis: Der Konsum von Videospielen zeigte keine Auswirkungen auf die soziale Entwicklung der 6- bis 12-jährigen Jungen.

Es gab aber auch interessante Detailbeobachtungen. Mädchen, die im Alter von zehn Jahren mehr Videogames gespielt haben als andere Mädchen im gleichen Alter, wiesen dann im Alter von 12 Jahren weniger Social-Skills auf als Mädchen, die eben nicht gespielt haben. Kids, die im Alter zwischen acht und zehn Jahren sich mit sozialen Dingen schon schwer taten, tendierten dann ab einem Alter von 12 Jahren dazu mehr Zeit mit Videospielen zu verbringen.

Exzessives Spielen könnte auf Probleme hinweisen

Die Wissenschaftler wiesen jedoch auch auf Unsicherheiten hin, da man sich bei den Spielzeiten auf die Angaben der Probanden und deren Eltern verlassen musste. Weiterhin wiesen die Forscher darauf hin, dass man mehr auf die Gründe für exzessives Spielen schauen sollte und wo die Gründe für diese Problematik liegen. "Es könnte sein, dass eine schwache Sozialkompetenz junge Menschen tendenziell dazu bringt, sehr viel Zeit mit Spielen zu verbringen", sagte dazu Lars Wichstrom, ein Co-Autor der Studie.

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