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Studie: Alte iPhones öfter im Umlauf als Androiden

14.09.2021 | 10:30 Uhr | Halyna Kubiv

Consumer Research, eine Marktforschungsfirma in den USA, hat Nutzer befragt, was sie mit ihren alten Smartphones anstellen.

Im vergangenen Sommerquartal hat sich die Marktforschungsfirma Consumer Intelligence Research Partners mit der Frage beschäftigt, was mit den alten Geräten passiert, wenn der Nutzer sich ein neues Smartphone kauft. Dafür haben die Analysten rund 2000 US-Amerikaner befragt, die sich in den vergangenen zwölf Monaten ein neues oder gebrauchtes Smartphone gekauft haben. Vor allem ist der Trend zur längerfristigen Nutzung deutlich: Hat man noch vor wenigen Jahren das neu gekaufte Smartphone für rund 24 Monate genutzt, neigen die meisten Anwender momentan, ihre Geräte mehr als drei Jahre lang zu nutzen.

iPhones haben die Nase vorn – außer beim Akku

Die Analysten haben sich dafür interessiert, in welchem Zustand die ausgetauschten Geräte sind. Die iPhone-Bildschirme sind offenbar recht robust und halten länger als bei Android-Smartphones, dagegen berichten Android-Nutzer einen besseren Akku-Zustand der alten Geräte als bei den ausrangierten iPhones. Konkret geben rund 84 Prozent der befragten iPhone-Nutzer, das Display des alten Geräts befinde sich im "perfekten" oder "nahezu perfekten (mit wenigen Kratzern)" Zustand. "Nur" 76 Prozent alter Android-Displays weisen einen perfekten oder wenig verkratzten Display auf. Beim Akku haben die alten Androiden die Nase vorn – über 60 Prozent der Nutzer berichten, der Akku im alten Gerät hält über einen Tag oder knapp einen Tag ohne aufzuladen. Bei den iPhone-Nutzern sind das etwas weniger als 60 Prozent. 30 Prozent der Nutzer von alten Androiden konnten angeben, ihr Gerät halte mehr als einen Tag ohne aufzuladen, nur 23 Prozent der Anwender von gebrauchten iPhones können mehr als einen Tag ohne Aufladen durchhalten.

Androiden landen öfter in der Schublade

Offenbar ist die Bildschirm-Unversehrtheit wichtiger als die Akkulaufzeiten, denn über 80 Prozent aller alten iPhones finden noch irgendwelche Verwendung: Entweder werden sie verkauft, für das neuere Gerät eingetauscht, für potenzielle weitere Nutzung behalten oder an Familienmitglieder verschenkt. Etwas mehr als 15 Prozent der alten iPhones sind verloren, kaputt, gestohlen oder zum Recyclen aufgegeben. Bei den alten Android-Smartphones finden rund 75 Prozent eine Wiederverwendung, allerdings ist der Anteil der Geräte, die in der Schublade landen, deutlich größer als bei den iPhones: Fast 50 Prozent der Androide werden für "spätere Nutzung" behalten, bei den iPhones beträgt der Anteil solcher Geräte ungefähr 30 Prozent. Eine Erklärung könnte sein, dass Apple und Dritt-Anbieter reichlich Angebote für benutzte iPhones geschaffen haben, sodass sich die Anwender eher die Mühe machen, das alte Gerät zu verkaufen, um das neue zu finanzieren.

Wenn Sie, gerade in Hinsicht auf die kommenden neuen iPhones ihr altes Smartphone zu einem guten Preis verkaufen wollen, sollten Sie einiges beachten.

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