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Studie: 465.000 junge Computerspieler suchtgefährdet

06.03.2019 | 15:02 Uhr | René Resch

Laut einer repäsentativen Studie, durchgeführt durch die Krankenkasse DAK, sind rund 15,4 Prozent der jugendlichen Gamer suchtgefährdet.

Laut einer repräsentativen Studie, durchgeführt durch die Krankenkasse DAK-Gesundheit, soll etwa jeder sechste minderjährige Computerspieler in Deutschland suchtgefährdet sein. Von den etwa drei Millionen Jugendlichen, die regelmäßig am PC, Smartphone oder der Konsole spielen, sehen die Forscher etwa 15,4 Prozent davon als Risikogruppe, die zur Sucht neigen. Das wären demnach rund 465.000 Jugendliche.

Das Spielverhalten der betroffenen Jugendlichen sei dabei riskant oder sogar krankhaft. Die Betroffenen fehlten demnach häufiger in der Schule, haben emotionale Probleme und geben deutlich mehr Geld für Games und Extras aus. Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass zu den Risiko-behafteten Gamern mehr Jungen als Mädchen zählen (79 zu 21 Prozent).

Mit Hinblick auf die Ergebnisse forderten die Suchtexperten ein Verbot von Glücksspielelementen in Computerspielen. „Durch die Tricks der Industrie finden viele Jugendliche kein Ende und verzocken Zeit und Geld“, warnte der DAK-Gesundheit-Chef Andreas Storm. „Aus Spaß kann schnell Sucht werden.“ Außerdem sollten Warnhinweise eingeblendet werden, die Gamer darauf hinweisen, wenn bestimmte Spielzeiten überschritten sind, forderte Storm.

Für die respräsentative Studie hat das Forsa-Institut 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren befragt.

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