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Streit zwischen Blizzard und E-Sportler Blitzchung geht in die nächste Runde

10.10.2019 | 14:57 Uhr | Denise Bergert

Nach dem Bann des E-Sportlers Blitzchung aufgrund seiner Hong-Kong-Symphathien, will Blizzard die Situation „neu bewerten“.

Seit Blizzard in dieser Woche harte Konsequenzen für den E-Sportler Ng Wai Chung alias Blitzchung durchsetze, regt sich Widerstand in der Hearthstone-Community. Blitzchung hatte in einem Interview nach dem großen Asien-Finale am Wochenende seine Sympathien mit dem Demonstranten in Hong Kong ausgesprochen. In einer Live-Nachbesprechung mit zwei Kommentatoren aus Taiwan hatte sich Blitzchung in Anspielung auf die Proteste in Hong Kong vermummt und „befreit Hong Kong“ gerufen. Daraufhin sperrte ihn Blizzard für ein Jahr für sämtliche Pro-Liga-Spiele und nahm ihm sein Preisgeld wieder ab .

Blitzchung zeigt sich von Blizzards Entscheidung und den harten Konsequenzen schockiert. Gegenüber dem IT-Magazin Engadget erklärte er , dass er Blizzards Vorgehen als Verletzung seiner Redefreiheit empfinde. Seiner Auffassung zufolge wären die Strafen weitaus weniger hart ausgefallen, wenn er sich für die Interessen der chinesischen Regierung eingesetzt hätte. Auf Nachfrage erklärte Blizzard, dass das Unternehmen die Situation „neu abwägen“ wolle. Ob Blizzard die Strafen für Blitzchung abmildern wird, bleibt abzuwarten.

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