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Steve Ballmer wollte Cortana Bingo nennen

22.12.2021 | 16:29 Uhr | Denise Bergert

Wäre es nach Steve Ballmer gegangen, hätte der virtuelle Assistent Cortana einen anderen Namen bekommen.

In einem aktuellen Interview mit der Schriftstellerin Alice Newton Rex plaudert der ehemalige Microsoft-Produktmanager Sandeep Paruchuri aus dem Nähkästchen über seine Zeit beim Redmonder Konzern. Im Big Bets Newsletter gibt Paruchuri tiefe Einblicke in die Entstehungsgeschichte der digitalen Assistentin Cortana – die ursprünglich gar nicht Cortana heißen sollte.

Inspiriert von der Videospielreihe „Halo“

Laut Paruchuri sollte der Name, der an eine künstliche Intelligenz in der Videospiel-Reihe „Halo“ angelehnt ist, nur während der Entwicklung der Assistentin verwendet werden. Launchen sollte Cortana ursprünglich als Alyx. Als Tech-Autoren und Halo-Fans jedoch von der Namensgebung erfuhren, waren sie von Cortana so begeistert, dass der Name für die digitale Assistentin beibehalten wurde.

Ballmer wollte KI nach Suchmaschine benennen

Wäre es nach dem damaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer gegangen, hätte die Assistentin weder Cortana noch Alyx geheißen. Er wollte die KI in Anlehnung an die Microsoft-Suchmaschine „Bingo“ taufen. Mit diesem Wunsch konnte sich Ballmer unter seinen Kollegen jedoch nicht durchsetzen und so blieb es bei Cortana.

Cortana-Apps im vergangenen Jahr eingestellt

Der Erfolg der digitalen Assistentin in ihrer ursprünglichen Form war jedoch nicht von Dauer. Windows Phone, die Plattform, auf der Cortana damals vorgestellt wurde, wurde 2017 abgeschaltet. Die Cortana-Apps für die mobilen Plattformen iOS und Android hat Microsoft im vergangenen Jahr ebenfalls eingestellt. Microsoft hat Cortana mittlerweile als Produktivitätstool in Teams und Outlook integriert. In direkte Konkurrenz zu Siri, Alexa und Co. muss sie so nicht mehr treten.

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