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Steuerstreit: Google zahlt eine Milliarde Euro an Frankreich

16.09.2019 | 15:34 Uhr | René Resch

Google legt den seit 2015 andauernden Steuerstreit mit Frankreich bei und zahlt rund eine Milliarde Euro.

Google legt einen Steuerstreit mit dem französischen Staat bei. Dafür zahlt der Suchmaschinen-Gigant knapp eine Milliarde Euro an Frankreich.

Die Ermittlungen gegen Google wurden dabei schon 2015 durch die französische Finanzstaatsanwaltschaft eingeleitet. Der Vorwurf von damals: Google verlagere seine Firmensitze in Länder mit niedriger Steuerpflicht, um damit seine Steuerlast deutlich zu schmälern.

Die Summe der Strafe setzt sich dabei aus der gerichtlich verhängten Strafe von 500 Millionen Euro sowie Steuernachzahlungen in Höhe von 465 Millionen Euro zusammen. Die französische Regierung zeigt sich erleichtert und nannte das Abkommen zwischen Google und dem Staat „historisch“. Der Steuerstreit sei damit nun „definitiv beigelegt“. Der Betrag, den Google an Frankreich zahlt, ist der bisher höchste, den Google nach Steuerverfahren in Europa gezahlt hat. In Italien hatte Google im Jahre 2017 einen ähnlichen Fall mit einer Zahlung von knapp über 300 Millionen Euro beilegen können.

1 Milliarde Euro = Google-Umsatz von nur 3 Tagen

Eigentlich hatte der französische Staat rund 1,6 Milliarden Euro von Google verlangt. Da der Betrag nun deutlich geringer ausfiel, konnte auch die Google-Aktie zulegen. Der Aktienkurs stieg um mehr als 1,2 Prozent. Die Strafzahlung von einer Milliarde Euro kann Google laut einem Bericht von Wccftech mit dem Umsatz von rund 3 Tagen erledigen.

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