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SteamPal: Valve arbeitet an Switch-Konkurrenten

26.05.2021 | 16:09 Uhr | Michael Söldner

Mit „SteamPal“ könnte noch in diesem Jahr ein Handheld für die Spiele der Plattform in den Handel kommen.

Nintendo feiert mit seinem Mix aus stationärer Konsole und Handheld große Erfolge. Offenbar will der Steam-Betreiber Valve ebenfalls eine portable Plattform für seine Spiele namens „SteamPal“ in den Handel bringen. Das System könnte schon zum Jahresende erscheinen. Auf die Existenz der Hardware deuten neben zahlreichen Insider-Informationen auch Code-Bruchstücke in der aktuellsten Version von Steam hin. Darin ist von einem neuen Gerät namens „SteamPal“ die Rede. Dabei soll es sich um einen Mini-PC mit Gamepad-Steuerung und einem Touchscreen handeln. Das Design soll an Nintendos Switch erinnern, aber auf die abnehmbaren Joy-Con-Controller verzichten.

Ob „SteamPal“ auf einen Kombiprozessor von Intel oder AMD setzt, bleibt weiter offen. Auch ob es unterschiedliche Modelle in Hinblick auf Rechenleistung, Akkulaufzeit und Ausstattung geben wird, ist noch nicht bekannt. An einen Monitor könnte sich die Hardware per USB-C anschließen lassen. Dann könnten Spiele auch auf einem großen Bildschirm oder TV gespielt werden, ähnlich wie bei der Switch von Nintendo. Noch ist unklar, ob „SteamPal“ auf Linux oder Windows als Betriebssystem setzen wird. Die Beziehung zwischen Valve und Microsoft hat sich in den vergangenen Monaten intensiviert. Doch auch eine Integration von Linux scheint möglich, schließlich hat Valve einen großen Teil seiner Spiele bereits für das kostenlose Betriebssystem umgesetzt. Über den Preis der Hardware liegen ebenfalls noch keine Informationen vor. Valve könnte es sich leisten, die Plattform auch mit einem Verlust pro verkaufter Einheit in Gang zu bringen. Mit dem Preis einer Nintendo Switch wird „SteamPal“ wohl aber dennoch nicht konkurrieren können. Bleibt zu hoffen, dass Valves Vorstoß nicht wieder so schnell verschwinden wird wie die Steam Machines, die von Drittherstellern angeboten wurden, aber nie so recht in Fahrt kamen.

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