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Steam schränkt Auto-Update-Funktion wegen Coronakrise ein

31.03.2020 | 13:22 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auch Steam reagiert auf die steigenden Nutzerzahlen während der Coronakrise und macht Einschränkungen.

Durch die Coronakrise ist die weltweite Internetnutzung merklich gestiegen und auch Gaming spielt dabei eine Rolle. Die Konsolenanbieter Microsoft (Xbox One) und Sony (Playstation 4) haben bereits Maßnahmen ergriffen, durch die Spiele-Downloads teilweise etwas langsamer an die Nutzer ausgeliefert werden. Auch der PC-Online-Spiele-Dienst Steam ergreift nun Maßnahmen, die aber in erster Linie die Internetbandbreite daheim schonen sollen, aber auch insgesamt die Internet-Infrastruktur schonen, wenn sie möglichst viele Steam-Nutzer beherzigen.

Steam meldet neuen Spieler-Rekord während Coronakrise

In einer Mitteilung an die Gamer weist Steam darauf hin, dass wenn - wie aktuell der Fall - viele "gleichzeitig das Netzwerk beanspruchen", das den Heimanschluss "ziemlich belasten" könne. Viele arbeiten derzeit im Home Office und verbringen mehr Zeit als üblich zu Hause und im Internet. Dadurch könne es zu Situationen kommen, dass wegen der Steam-Nutzung die Mitglieder eines Haushalts mit einer langsamen Internetverbindung nach außen zu kämpfen haben.

Eine erste Maßnahme die Steam ergreift: Die Funktion "Automatische Updates" des Steam-Clients aktualisiert nur noch automatisch Spiele in der Steam-Bibliothek, die in den letzten drei Tagen gespielt wurden. Die Aktualisierung aller anderen Spiele wird dagegen außerhalb der lokalen Spitzenzeiten über mehrere Tage hinweg verteilt. "Natürlich wird ein Spiel weiterhin sofort aktualisiert, wenn Sie dieses starten und sie können auch weiterhin Updates im Download-Manager selbst starten (oder auf unbestimmte Zeit pausieren)", erklärt Steam. Und es wird hinzugefügt, dass noch weitere Maßnahmen seitens Steam geplant seien.

Steam nutzt auch die Gelegenheit, um die Nutzer auf die Optionen des Steam-Client für automatische Updates zu informieren, die zur einer Verbesserung der verfügbaren Internet-Bandbreite daheim führen. Insbesondere werden die folgenden vier Punkte hervorgehoben:

  • Nutzer können Zeitfenster für automatische Updates festlegen, wodurch Steam keine Spiele mehr während der Arbeitszeit aktualisiert.

  • Wenn ein Spiel in der Steam-Bibliothek nicht oft gespielt wird, kann man es installiert lassen, aber in den Optionen deren automatische Aktualisierung deaktivieren. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag des Spiels im Steam-Client und wählen im Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften" aus. Im Reiter "Updates" öffnen Sie unter "Automatische Updates" im Drop-Down-Menü "Dieses Spiel nur beim Start des Spiels automatisch aktualisieren". Standardmäßig ist "Dieses Spiel immer aktuell halten" aktiv.

  • Sie können auch die Verbindungsgeschwindigkeit zu Steam drosseln. Dadurch kann die Auslastung der Heimanbindung und die allgemeine Netzwerklast verringert werden.

  • Steam empfiehlt auch die Nutzung der Einstellungen der Bibliotheksordner, um selten gespielte Spiele von einer SSD- auf eine HDD-Festplatte zu verschieben. "Lagern Sie ein Spiel zwischen, statt es zu deinstallieren und später erneut herunterzuladen bzw. erneut zu installieren", so die Empfehlung. Dadurch entfallen unnötige Downloads von Spielen.

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