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Steam-Spiel für 999 Euro: Darum ist es so teuer

28.09.2020 | 15:36 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Das VR-Spiel "The Ascent" kostet auf Steam stolze 999 Euro. Und das hat auch einen (guten) Grund.

Das Angebot an Spielen auf Steam ist immens. Würde man alle bei Steam erhältlichen Titel erwerben wollen, dann müsste man dafür, laut der Website steam.seewang.me , knapp über 442.000 Euro ausgeben. Den Titel für das "teuerste Einzelspiel auf Steam" (also Spiele ohne verfügbare DLCs berücksichtigt) geht an: Ascent, denn es kostet stolze 999 Euro. "Ziemlich viel Geld für ein VR-Spiel?", mag man denken. Es gibt aber auch einen Grund für den hohen Preis.

Das Survival-Horror-VR-Spiel Ascent wurde nämlich von Fury Games für den kommerziellen Einsatz in einer Spielhalle in Irland konzipiert. Dort dürfen sich ein bis fünf Spieler mit kabelloser Steam Index VR-Brille, Haptikanzug, VR-Rucksack und Gewehrschaft bewaffnet, in einer 10 x 10 Meter großen Umgebung mit beweglichen Bodenplatten und Ventilatoren in ein besonders echt wirkendes Überlebensabenteuer gegen Zombies stürzen. Und zwar zum Preis von 25 Euro pro Stunde, wie dieser Ticket-Bestellseite zu entnehmen ist. Auf den Kopf tragen die Abenteurer dabei eine Steam Index VR-Brille.

Die Macher bezeichnen "Ascent" als "hyper-immersives VR-Erlebnis", welches sich aber nur entfalte, wenn man es in einer entsprechend präparierten Spielhalle und allen Hardware-Gimmicks spiele. Die Entwickler haben sich aber auch dazu entschlossen, dass Spiel über Steam anzubieten, trotz des hohen Preises.

Zielgruppe seien nicht die typischen "Daheim"-Gamer, sondern Unternehmer, die ebenfalls VR-Spielhallen betreiben. Das rechtfertige den hohen Preis und Fury Games macht damit auch Werbung für sein Spiel. Allerdings muss der Unternehmer dann auch noch in die ganze restliche Hardware investieren.

Anschließend können diese Unternehmer dann aber auch mit dem Spiel durch den Verkauf von Tickets Geld verdienen. Auf Steam wird aber darauf hingewiesen, dass die kommerzielle Nutzung des Spiels innerhalb von Großbritannien und Irland nicht gestattet ist.

Nicht ausgeschlossen wird, dass es auch den einen oder anderen ambitionierten privaten Gamer gibt, der sich daheim eine entsprechende VR-Umgebung bastelt, um dann ebenfalls Ascent zu spielen. Aber der kann und will sich dann auch die 1.000 Euro für das Spiel leisten. Er erhält dann alle Server-Tools, um das Spiel zu betreiben und die Extra-Hardware anzusteuern.

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