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Steam-Nutzer dürfen nicht mehr mit Bitcoin bezahlen

07.12.2017 | 10:47 Uhr |

Die Online-Spieleplattform Steam hat die Unterstützung von Bitcoin als Zahlungsmethode gestrichen. Die Gründe.

Die Krypto-Währung Bitcoin jagt weiterhin von einem Rekord zum nächsten und hat Donnerstag sogar die 15.000-US-Dollar-Marke überschritten. Erst am Tag zuvor hatten wir berichtet, der Bitcoin sei mehr als 12.000 Dollar wert. Und: Seit dem 28.11.2017 hat sich die Zahl der Bitcoins nur um etwa 25.000 auf etwa 16.725.000 Bitcoin erhöht. Im selben Zeitraum stieg aber die Marktkapitalisierung von 167 Millionen US-Dollar auf etwa 252 Millionen US-Dollar.

Der hohe Wertzuwachs ist allerdings auch verbunden mit hohen Kursschwankungen. Und letzteres ist ein Grund dafür, warum Steam ab sofort seinen Nutzern nicht mehr die Möglichkeit anbietet, Spiele und Spielinhalte mit Bitcoins zu bezahlen. Der zweite Grund, so die offizielle Mitteilung, sei die hohe Gebühr für Bitcoin-Transaktionen. Letztere sei dieses Jahr sprunghaft angestiegen und habe letzte Woche mit 20 US-Dollar pro Bitcoin-Transaktion einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Vergleich dazu habe diese Gebühr bei der Einführung von Bitcoin auf Steam nur bei 0,20 US-Dollar gelegen. Valve als Betreiber von Steam könne diese Gebühren nicht beeinflussen und Spieleinkäufe mit Bitcoin seien dadurch mit hohen Preisen verbunden. "Die hohen Transaktionsgebühren verursachen noch größere Probleme, wenn der Wert von Bitcoin selbst dramatisch abfällt", so Steam.

Hinzu kämen aber auch noch die hohen und vor allem schnellen Wertschwankungen, die dazu führen, dass der Wert von Bitcoin gerade noch massiv ansteigt, aber kurze Zeit später auch wieder massiv sinke. Wenn der Steam-Nutzer ein Spiel mit Bitcoin bezahle, dann könne der Bitcoin-Wert eben nur eine kurze Zeit garantiert werden. "Und falls die Transaktion nicht zeitgerecht abgeschlossen wurde, kann sich der benötigte Betrag für die Bezahlung ändern. Dieser Betrag ist in der letzten Zeit erheblich angestiegen bis zu einem Punkt wo die Diskrepanz enorm war", erläutert Steam. Normalerweise würde man einfach den Nutzer dazu auffordern, den ausstehenden Betrag hinzuzufügen oder die ursprüngliche Zahlung zurückerstatten. Beides wäre aber wieder mit den hohen Bitcoin-Transaktionsgebühren verbunden.

Die Mitteilung von Steam schließt mit den Worten: "Leider ist es momentan nicht tragbar, Bitcoin als Zahlungsoption zu unterstützen. Wir werden eventuell zu einem späteren Zeitpunkt diese Zahlungsmethode erneut bewerten, um herauszufinden, ob es für uns und für die Steam-Community Sinn macht, Bitcoin als Zahlungsmethode anzubieten."

Die Entscheidung von Steam wird in den Kommentaren positiv aufgenommen, wobei viele Gamer aber auch ihre Enttäuschung äußern. Kritisiert wird dabei die Implementierung der Bitcoin-Zahlungsmethode in Steam. Sie sei eben nicht optimal für derartige Kleinsttransaktionen geeignet gewesen.

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