2645934

Steam: 50 Prozent der Bitcoin-Transaktionen waren betrügerisch

03.03.2022 | 13:45 Uhr | René Resch

Kurs-Schwankungen waren wohl doch nicht der einzige Grund für den Bitcoin-Rückzug seitens der Gaming-Plattform Steam.

Steam hatte im April 2016 die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmethode auf der Gaming-Plattform eingeführt. Dezember 2017 war die Zahlungsmethode, laut Valve, aufgrund der Wert-Schwankungen wieder entfernt worden. Im Interview mit PC Gamer gab Gabe Newell allerdings nun an, dass 50 Prozent der Bitcoin Transaktionen betrügerischer Natur waren.

50 Prozent der Transaktionen waren betrügerisch

Damals sprach Valve von "einer signifikanten Erhöhung der Gebühren für die Verarbeitung von Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk", um den Rückzug vom Zahlungsmittel Bitcoin zu rechtfertigen. Im PC-Gamer-Interview gib es neue Informationen zum Rückzug des Zahlungsmittels vom Valve-CEO persönlich.

"Das Problem ist, dass viele der Akteure, die in diesem Bereich tätig sind, keine Leute sind, von denen man möchte, dass sie mit den Kunden interagieren", sagte Newell. "Wir hatten Probleme, als wir anfingen, Kryptowährungen als Zahlungsoption zu akzeptieren. 50 Prozent dieser Transaktionen waren betrügerisch, eine verblüffende Zahl. Das waren Kunden, die wir nicht haben wollten."

Schwankungen von Bitcoin ein "Albtraum"

Newell bestätigte allerdings auch, dass die Schwankungen von Bitcoin "ein kompletter Albtraum" seien - die Leute seien nicht glücklich, wenn ein Spiel an einem Tag 10 US-Dollar und am nächsten 100 US-Dollar kosten könne. Und seine Meinung hat sich auch mit dem jüngsten Aufstieg von Krypto-Spielen und NFTs nicht geändert.

"Es gibt eine Menge wirklich interessanter Technologien bei Blockchains und bei deren Entwicklung, aber ich glaube, die Leute haben noch nicht verstanden, wofür diese genutzt werden [...] Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was ursprünglich sein sollte, und dem, wozu es in der realen Welt tatsächlich genutzt wird. Und genau an diesem Punkt waren wir mit dem Blockchain-basierten NFT-Zeug: So vieles davon war Abzocke. Und wir dachten uns: 'Ja, das wollen wir nicht, wir wollen es nicht ermöglichen, eine große Anzahl unserer Kunden zu bescheißen', und das war der Grund für diese Entscheidung."

Auch interessant:

PC-WELT Marktplatz

2645934