55146

Standard-Links: Die einfachsten Wege und Platzwahl

15.04.2005 | 16:44 Uhr | Hermann Apfelböck, David Wolski, Christian Löbering

Im ersten Abschnitt geht es um das Platzieren von Verknüpfungen an den Orten, die Windows dafür standardmäßig vorsieht. Das System bietet auch interessante Optionen für das Fein-Tuning. Dabei unterscheidet es zwischen URL-Dateien für Web-Links und LNK-Dateien für lokale Verknüpfungen. Wir zeigen, wie Sie diese Systemvorgaben optimal nutzen.

1. Die einfachsten Wege zur neuen Verknüpfung

Am bequemsten legen Sie einen neuen Link per Drag & Drop an: Datei-Objekte (Datei, Ordner, Netzordner, Drucker ...) richten Sie per Rechtsklick im Explorer und der Option „Verknüpfungen hier erstellen“ ein, Web-Links im Browser, indem Sie sie mit der linken Maustaste aus der Adresszeile herausziehen.

Wenn Sie einen Link im Start-Menü unterbringen wollen, müssen Sie ihn nur auf den Start-Button ziehen und mit gedrückter Maustaste warten, bis das Menü aufgeklappt ist. Die Alternative: Benutzen Sie am Zielort den Kontextmenüpunkt „Neu, Verknüpfung“, und geben Sie direkt oder mit „Durchsuchen“ das gewünschte Objekt an.

Ein Sonderfall sind die „Favoriten“-Links, die im Normalfall Web-URLs enthalten. Sie werden im Browser über „Favoriten, Zu Favoriten hinzufügen“ oder „Lesezeichen, Lesezeichen hinzufügen“ in die Liste eingetragen. Bei den meisten Browsern funktioniert auch Drag & Drop von der Adresszeile auf das entsprechende Menü.

Der Internet Explorer hat hier einen gewissen Vorsprung: Seine Favoriten sind identisch mit den globalen Windows-Favoriten. Sie verwalten hier also im Internet Explorer und im Windows-Explorer eine zentrale Link-Sammlung. Und beide Explorer können sowohl mit URL-Verknüpfungen als auch mit den lokalen LNK-Dateien umgehen, wobei sie einen unpassenden Link einfach an den anderen Explorer übergeben.

2. Platzwahl: Wo der Link sitzt, bestimmt seine Eigenschaften

Links können Sie praktisch überall ablegen – im gesamten Dateisystem bis hin zu OLE-fähigen Dokumenten. Als zentrale Orte bieten sich aber besonders folgende Ordner an: „Desktop“, „Startmenü“, „Sendto“, und „Favoriten“. An diese vier Ordner kommen Sie direkt über „Start, Ausführen“ und Eingabe des Namens. Als weitere Link-Sammlung hat Microsoft in der Taskleiste die Schnellstart-Leiste (Quick Launch) eingeführt, die aber nicht mehr Funktionen bietet als jede selbst definierte Symbolleiste.

Links am Desktop, im Start-Menü und in den Favoriten haben den Vorteil, Hotkeys zu unterstützen. Bei allen anderen Links können Sie zwar auch über Rechtsklick und „Eigenschaften, Verknüpfung“ eine Tastenkombination vergeben – diese wird aber nicht funktionieren. Links am Desktop und in Symbolleisten unterstützen Drag & Drop – anders als jene im Start-Menü.

Eine weitere bequeme Möglichkeit, Benutzerdateien mit der Maus an Anwen- dungen zu übergeben, bietet der oft unterschätzte Ordner „Sendto“. Häufig benötigte Datei-Ablagen, Bild-Viewer, Textprogramme, Media Player und die praktischen Sendto-Erweiterungen der alten Powertoys aus Windows 95 haben hier einen Link verdient.

Das einfache Script !pcwSendHere macht den Zugang zum Sendto-Ordner komfortabler. Kopieren Sie das VB-Script einfach in diesen Ordner, und erstellen Sie dann neue Links über „Senden an, !pcwSendhere“.

Wenn Sie einen großen oder zwei Bildschirme besitzen, lohnt es sich, eigene Symbolleisten anzulegen (siehe Abbildung auf dieser Seite). Dazu erstellen Sie erst den oder die neuen Ordner mit den gewünschten Verknüpfungen, klicken dann rechts auf die Taskleiste und wählen „Symbolleisten, Neue Symbolleiste“. Im nachfolgenden Dialog steuern Sie den vorher angelegten Ordner an.

Bei der Sicherung und Reparatur von Symbolleisten hilft unsere Batchdatei Bar- Keeper. Beachten Sie, dass dieses kleine Tool zum Wiederherstellen der Leisten zusätzlich die bewährte Kill.EXE im Systempfad benötigt.

PC-WELT Marktplatz

55146