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Stalker 2: NFTs nach Fan-Protesten aus Spiel gestrichen

17.12.2021 | 16:46 Uhr | Denise Bergert

Nachdem die NFT-Pläne für „S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chernobyl“ unter den Fans für heftige Proteste sorgte, wurden sie nun wieder gestrichen.

Der aus der Ukraine stammende Spiele-Entwickler GSC Gameworld geriet in dieser Woche heftig in die Kritik. Am Mittwoch kündigte das Studio an, NFTs (Non-Fungible Token) in sein neues Spiel „S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chernobyl“ einbinden zu wollen. Diese Pläne sorgten für einen Aufschrei unter den Fans. Am Donnerstag folgte schließlich eine Erklärung des Entwicklers, warum die Integration von NFTs dennoch geplant sei, die mittlerweile wieder gelöscht wurde.

GSC Gameworld hört auf seine Fans

Am heutigen Freitag lenkt GSC Gameworld schließlich ein und veröffentlicht über den Micro-Blogging-Dienst Twitter eine weitere Erklärung. Darin heißt es: „Basierend auf dem Feedback, das wir erhalten haben, haben wir uns dazu entschlossen, alles, was mit NFT zu tun hat, aus S.T.A.L.K.E.R. 2 zu streichen. Die Interessen unserer Fans und Spieler haben für unser Team oberste Priorität. Wir machen dieses Spiel, damit ihr es genießen könnt - koste es, was es wolle.“

NFTs als Finanzspritze für die Entwicklung

Ursprünglich hatte GSC Gameworld eine Kooperation mit der NFT-Plattform DMarket geplant. In deren Rahmen sollten unterschiedliche digitale Gegenstände im Spiel versteigert werden. Darunter auch sogenannte „Metahumans“. Der Meistbietende sollte damit die Chance erhalten, als NPC (Non-player character; auf Deutsch: Nicht-Spieler-Charakter, NSC) im fertigen Spiel integriert zu werden. Die Einnahmen aus diesen Auktionen sollten direkt in die Entwicklung von „S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chernobyl“ fließen. Da es sich bei GSC Gameworld ein kleines Studio ohne Publisher handle, sei es auf derartige Einnahmen angewiesen, hieß es in der mittlerweile gelöschten Erläuterung für die geplanten NFTs.

Bei NFTs handelt es sich um geschützte digitale Objekte, die auf der Blockchain-Technik basieren. Immer mehr Spiele-Entwickler setzen auf NFTs als limitierte, digitale Sammel-Gegenstände auf Basis ihrer Spiele.

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