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Spyware ist nicht gleich Spyware

01.06.2005 | 12:12 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Nun gibt es in der Tat große Unterschiede zwischen den einzelnen Spyware-Varianten. Besonders üble Vertreter dieser Spezies nehmen ungefragt Änderungen an den Einstellungen des PCs oder des Browsers vor. Das merken Sie beispielsweise, wenn plötzlich die Startseite im Browser verändert ist.

Wieder andere bringen nervige Werbung auf den Desktop. Ungefragt natürlich. Und so manches Programm ermittelt das Surfverhalten und liefert diese Informationen an den Hersteller via Internetverbindung. Es telefoniert also ungefragt nach Hause.

Claria und WhenU argumentierten nun, dass ihre Programme keinerlei illegale Aktivitäten ausüben würden. Sie würden keine Sicherheitslücken ausnutzen um sich zu installieren. Sie betonen, dass allein damit, dass der Name eines Spyware-Produzenten in den Signaturenlisten von Ad-Aware und Co. zusammen mit wirklich gefährlicher Software auftauchen würde, eine Rufschädigung verbunden wäre.

Eine weiteres Problem seien die unterschiedlichen Kriterien zwischen den einzelnen Anti-Spyware-Herstellern. Jedes Unternehmen habe seine eigenen Kriterien, nach denen es entscheidet, ob ein Programm auf die Liste der Schnüffeltools kommt oder nicht. Die Kriterien für die Zusammenstellung der Spywarelisten sind aber in der Regel nicht frei zugänglich. Aus gutem Grund: Denn sonst könnten Spywarehersteller ihre Software so programmieren, dass sie von den Antispyware-Programmen nicht mehr erkannt würden.

Es ist daher ratsam, mehrere Antispyware-Programme parallel einzusetzen. Also zum Beispiel nicht nur auf Ad-aware zu vertrauen, sondern auch noch mit Spybot Search & Destroy oder mit Microsoft Antispyware den PC zu scannen.

Ratgeber: So werden Sie Spyware los

Ad-Aware SE 1.06 jagt unerwünschte Gäste (PC-WELT Online, 31.05.2005)

Definiere: Spyware

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