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Sprache und System sind strikt getrennt

12.02.2007 | 13:09 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Damit sich Windows Vista im laufenden Betrieb einfach in eine andere Sprache umschalten lässt, waren Änderungen im Grundgerüst des Betriebssystems erforderlich.

Haben Sie sich schon gewundert, warum in Windows Vista alle persönlichen Ordner wie z.B. „Eigene Dateien“, „Musik“ und „Videos“ nur „virtuelle Ordner“ sind? So trägt beispielsweise der Ordner für Musikdateien zwar den deutschen Namen „Musik“, verweist allerdings auf einen Ordner, der in Wirklichkeit „Music“ heißt.

Das hat einen einfachen Grund: Mit welchem Namen der Ordner angezeigt wird, ist unabhängig vom Speicherort der jeweiligen Dateien und wird durch das jeweils installierte Sprachpaket festgelegt. Dadurch lässt sich nachträglich ein neues Sprachpaket installieren, die Ordner tragen dann einen neuen Namen, der Inhalt der Ordner bleibt aber identisch.

Das beschränkt sich nicht nur auf besagte Ordner. Die strikte Trennung der Systemdateien von der Sprache gehört mit zu den großen Stärken von Windows Vista und schafft die Grundlage für die Bereitstellung von Sprachpaketen.

Unter Windows XP gab es noch Software - wenn auch nur in recht seltenen Fällen - die sich nur auf einer Sprachversion des Betriebssystem installieren ließ. Das gehört mit Windows Vista der Vergangenheit an.

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