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Spotify: Familien-Accounts werden per GPS überprüft

19.09.2018 | 13:04 Uhr |

In einem neuen Ermittlungsverfahren von Spotify müssen Nutzer von Familien-Accounts ihren Standort per GPS freigeben.

Der Musik-Streaming-Riese Spotify will für Nutzer, die als Familie streamen, die Überprüfung verstärken. In der Vergangenheit prüfte Spotify die Postleitzahl sowie die Adresse. In einer neuen Form des Überprüfungsvorgangs werden Nutzer aufgefordert, ihren Standort per GPS freizugeben. Denn für Spotify muss eine Familie auch unter einem Dach wohnen, ansonsten kann der Zugang gesperrt werden.

Laut dem Online-Magazin Deskmodder werde diese Überprüfung nun verstärkt genutzt. Spotify fordert dabei Familien-Mitglieder auf, die GPS-Standorterfassung freizugeben und zu übermitteln. Wenn man sich weigert, droht Spotify, dass man den Zugang zu seinem Konto verlieren könnte. Durch diese Form der Überprüfung will Spotify Gruppen-Accounts, deren Nutzer keinerlei Familienzugehörigkeit zueinander haben oder Familien, die längst nicht mehr unter einem gemeinsamen Dach wohnen, entlarven und sperren.

Spotify-AGB sind deutlich

In den AGB regelt Spotify recht deutlich, wer hierzulande einen Familien-Account gemeinsam nutzen darf und wer eben nicht: beispielsweise Arbeitskollegen, Familien, die in alle Himmelsrichtungen verstreut sind oder auch Kinder, die nicht mehr daheim bei ihren Eltern wohnen. Laut eigenen Angaben nutzt Spotify die GPS-Daten nur für die Überprüfung des Standorts, nicht für andere Zwecke.

GPS-Abfrage umgehen

Laut Caschys Blog kann man das Vorgehen jedoch noch umgehen. Wenn die Mail eintrifft, solle man am besten mobil auf „Über GPS bestätigen“ klicken und sich einloggen. Sobald das System danach fragt, ob Spotify auf GPS zugreifen darf, wählen Sie „Nicht erlauben“. Danach reicht es anscheinend, nur die Postleitzahl manuell zu übermitteln. Diese muss natürlich auch mit dem Spotify-„Familien-Admin“ übereinstimmen. Damit sollten Sie vorerst Ruhe haben.

Dieses Vorgehen ist natürlich vollkommen ohne Gewähr. Auch ist nicht sicher, wie Spotify darauf reagiert. Was auch interessant sein dürfte: Wie geht der Support mit Nutzern um, die zum Beispiel an ihrem Arbeitsplatz oder von unterwegs die Standort-Freigabe erteilen? Da sollte es ja Probleme geben.

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