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Spielehersteller werden benachteiligt

07.05.2002 | 18:38 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Internationale Spielehersteller müssten oft für den deutschen Markt spezielle Versionen herstellen oder dürften bestimmte Spiele aufgrund einer existierenden oder drohenden Indizierung gar nicht frei verkaufen. Auch bei einer speziell für den deutschen Markt entwickelten Version eines Spieles könne sich ein Spielehersteller nicht sicher sein, ob er es hierzulande frei verkaufen dürfe.

"Die große Linie beim Europäischen Gerichtshof ist immer: überall das Gleiche. Deutschland hat schlechte Chancen, wenn es als einziges Land solch ein Gesetz hat", so der Professor. Da es keinen europäischen Jugendschutz gibt, überlasse der Europäische Gerichtshof dieses Thema zwar den einzelnen Mitgliedsländern, doch der deutsche Jugendschutz dürfe den freien Warenverkehr nur dann einschränken, wenn ein starkes nationales Interesse bestünde und dann auch nur, wenn die ergriffenen Maßnahmen nicht über das Ziel hinaus schießen.

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