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Sparmaßnahmen: Twitch-Top-Streamer bekommen weniger Geld

29.04.2022 | 15:06 Uhr | Denise Bergert

Twitch will höhere Einnahmen mit seinen beliebtesten Streamern erwirtschaften und deren Umsatzbeteiligung senken.

Twitch soll in Zukunft höherer Einnahmen erwirtschaften. Um dieses Ziel umzusetzen, zieht Mutterkonzern Amazon einige Anpassungen in Betracht. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet , nimmt der Konzern dafür vor allem die beliebtesten Streamer mit hohen Abonnenten-Zahlen ins Visier.

Änderungen bei Umsatzbeteiligung und Exklusivität

Die Twitch-Top-Streamer sollen den Berichten zufolge ermutigt werden, mehr Werbung zu schalten. Außerdem will Amazon deren Umsatzbeteiligung ändern. Aktuell bekommen einige der größten Twitch-Streamer 70 Prozent der Umsätze. Diesen Anteil will Amazon nun angeblich auf 50 Prozent senken. Über ein neues Stufensystem sollen Streamer jedoch in der Lage sein, durch die Erfüllung von Zielen unterschiedliche Umsatzbeteiligungen zu erreichen. Im Gegenzug könnte Twitch seinen Streamern erlauben, auch auf Konkurrenz-Plattformen wie Facebook und Youtube aktiv zu sein.

Streamer kritisieren Twitch-Pläne

Bloomberg betont, dass die Änderungspläne für das Partnerschaftsprogramm noch nicht abgeschlossen seien. Sie könnten sich in den nächsten Wochen also noch einmal ändern oder gar verworfen werden. Twitch wollte bislang keine Stellungnahme abgeben.

Bei der Streamer-Gemeinde stoßen die Pläne zur Umsatzbeteiligung auf heftigen Gegenwind. Laut Twitch-Streamer Jericho könnten die Änderungen tausende Streamer, die Vollzeit für Twitch produzieren, finanziell ruinieren und sie zu konkurrierenden Plattformen treiben. Streamer Stanz sieht die geplanten Änderungen hingegen positiv. „Die meisten Streamer bekommen bereits 50/50 und ein Stufensystem, mit dem man automatisch aufsteigt, wäre besser, als Twitch um eine Aufteilung zu bitten,“ erklärt er in einem Tweet.

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