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SpaceX: Zu wenig flüssiger Sauerstoff wegen Corona

30.08.2021 | 16:16 Uhr | Michael Söldner

Aufgrund der Coronakrise ist flüssiger Wasserstoff für die Raumfahrt nach Angaben von SpaceX knapp geworden.

Um schwer erkrankte Corona-Patienten versorgen zu können, benötigen Krankenhäuser weltweit große Mengen an Sauerstoff. Dieser wird meist in flüssiger Form gelagert. Da die Medizin bei der Belieferung den Vorzug bekommt, geht anderen Industriezweigen der Nachschub an flüssigem Sauerstoff langsam aus. Gwynne Shotwell , COO des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, sieht auch für ihr Unternehmen Auswirkungen der Sauerstoff-Knappheit. Denn auch für die Raketen des Unternehmens ist Flüssigsauerstoff zusammen mit Kerosin als Treibstoff essenziell. Shotwell sieht ein, dass Krankenhäuser bevorzugt beliefert werden müssen. Wer allerdings flüssigen Sauerstoff in großen Mengen übrig habe, solle ihr eine E-Mail schreiben.

Die große Zunahme von Intensivpatienten aufgrund von Covid-19 in den USA sorgt daher nicht nur in der Medizinbranche für Probleme. Mittelfristig könnten geplante Raketenstarts aufgrund von Treibstoffmangel verschoben werden. Nach Angaben von Elon Musk sei dies zwar möglich, noch sei die Sauerstoffknappheit aber kein limitierender Faktor . Auch in anderen Bereichen ist der Mangel an flüssigem Sauerstoff zu sehen… oder zu riechen. Denn auch in der Wasseraufbereitung spielt er eine große Rolle, um Bakterien und Viren aus dem Trinkwasser zu filtern.

Als Nebenwirkung löst der Sauerstoff Bestandteile auf, die das Wasser schlecht riechen oder schmecken lassen. In Orlando haben die Behörden die Bürger daher bereits dazu aufgerufen, auf das Wässern ihrer Gärten zu verzichten. In einigen Regionen wird auf Chlor zu Reinigung des Wasser zurückgegriffen, dies sorgt jedoch dafür, dass das Trinkwasser nach faulen Eiern riechen kann.

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