2584173

Sony rechnet nicht mit Verbesserung von PS5-Lieferengpässen vor 2022

30.04.2021 | 12:28 Uhr | René Resch

Sony geht davon aus, dass sich die Lieferengpässe für die Playstation 5 bis ins nächste Geschäftsjahr, also 2022 ziehen werden.

Sony geht selbst nicht davon aus, dass sich die Auslieferungen von Playstation-5-Konsolen im laufenden Geschäftsjahr, das erst am 31. März 20222 endet, drastisch verbessern könnten. Das berichtet Videogameschronicle (VGC).

In den neusten Finanzergebnissen, die kürzlich veröffentlicht wurden, gab das Unternehmen an, dass die PS5-Auslieferungszahlen leicht über denen der PS4 im selben Zeitraum lagen. So wurden aktuell etwa 7,8 Millionen Konsolen ausgeliefert, bei der PS4 lag man damals bei etwa 7,6 Millionen Geräten. Als Ziel hat sich Sony gesetzt, im zweiten Geschäftsjahr über 14,8 Millionen Konsolen auszuliefern um die Zahlen der PS4-Auslieferungen im selben Zeitraum zu knacken.

In einer Telefonkonferenz für Investoren gab Sony CFO, Hiroki Totoki jedoch an, dass man keine Verbesserung der Lieferengpässe erwarte. Die Probleme die zu den Engpässen seit der Markteinführung der Konsole geführt haben, seinen für das Unternehmen aktuell nicht zu lösen. Seit der Einführung der PS5 ist diese weitgehend ausverkauft.

Komponenten-Knappheit beschäftigt ganze Industriezweige

Derzeit arbeite Sony an verschiedenen Lösungen, um mit dem weltweiten Mangel an Komponenten fertig zu werden. Etwa mögliche Änderungen am  Hardware-Design oder eine Zusammenarbeit mit Zweitlieferanten:

"Wie ich bereits sagte, streben wir ein größeres Verkaufsvolumen als bei der PS4 (im zweiten Geschäftsjahr) an. Aber können wir das Angebot drastisch erhöhen? Nein, das ist nicht wahrscheinlich", sagte der Sony CFO. "Der Mangel an Halbleitern ist ein Faktor, aber es gibt noch andere Faktoren, die sich auf das Produktionsvolumen auswirken werden. Im Moment würden wir gerne den Absatz von 14,8 Millionen im zweiten Jahr der PS4 übertreffen."

Speziell die Knappheit an Halbleitern mache Herstellern aus dem Entertainment-, Smartphone- und dem IT-Sektor zu schaffen.

"Zum Beispiel könnten wir vielleicht eine sekundäre Ressource finden, oder indem wir das Design ändern, könnten wir damit umgehen", sagte der Manager. Man habe Anpassungsmanöver vorgenommen und im neuen Geschäftsjahr möchte man sich weiterhin flexibel an die Situation anpassen.

AMD, das die Chips in der Xbox Series X/S und der PS5 herstellt, sagte Ende Januar ebenfalls, dass es bis zur ersten Hälfte des Jahres 2021 mit Lieferproblemen zu rechnen habe.

Andere große Hersteller sind ebenfalls betroffen

Auch andere große Hersteller haben mit der anhaltenden Knappheit zu kämpfen. So gab etwa Samsung bekannt, dass das neue Galaxy Note wohl erst im Jahr 2022 erscheinen wird. Mehr dazu lesen Sie hier:

PC-WELT Marktplatz

2584173